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BeitragVerfasst am: 27.06.2007, 11:32    Titel: Sie dürften schon wieder Antworten mit Zitat

Sie dürfen wieder.

Es kommt der Tag, da dürfen sie, wieder ihre Reden schwingen.
Vom Podium der Eitelkeit werden sie ihre Lügen verbreiten. Sie sind wie die Geier am Himmel. Kaum sehen sie ein Opfer, stürzen sie sich auf ihre Beute. Dabei streiten sie sich mit ihren blutigen Hälsen um die besten Stücke. Sie flattern auf und fressen weiter.
Genau so sollt ihr sie sehen, unsere lieben Vorzeigemenschen auf den vielen Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des 17. Juni. Die Opfer sind ihnen egal. Nur Reden, Reden wie Seifenlauge. Schillernd und nur für Seitenblasen brauchbar. Kaum aufgestiegen, zerplatzen sie an der Luft.
Ich durchblätterte die Biographien unserer Volksvertreter. Der verdienen sie nicht besser die Bezeichnung Raffkes? Das möge jeder selbst beurteilen.
Da haben wir die übergroße Zahl der Pädagogen. Sie sind die dominierende Berufsgruppe im Bundestag und in den Landtagen. Dicht gefolgt von den Juristen. Die Rohrstockschwinger und die Paragraphenreiter bestimmen das Wohl, ( das schon lange nicht mehr), eher das Weh unseres Staates. Die restlichen Berufsgruppen bilden eine Minderheit. Wobei die Nichtakademiker im Bundestag eine verschwindend geringe Anzahl der Abgeordneten stellen. Schauen wir noch etwas näher. Verzweifelt suchte ich einen einzigen Abgeordneten im Bundestag, welcher in der früheren DDR politisch inhaftiert war.
Aufsichtsratsmitglieder, Kanzleibeteiligte, Industriemanager, Millionäre, die fand ich in allen Parteien. Sie sind auch hier die Mehrheit im Bundestag.
Einen früheren Kämpfer gegen das SED Regime fand ich nicht. Wohl schrieben sich einige der jetzigen Abgeordneten aus den neuen Bundesländern genau dieses Attribut auf ihre Fahne. Bei genauen Hinsehen entpuppt sich der Widerstand in einer FDJ Mitgliedschaft, einer Parteizugehörigkeit zu einer Blockflötenpartei, einer versteckter Diplomarbeit mit seitenlangen marxistischen Begründungen der Unbesiegbarkeit des ewigen Sozialismus auf deutschen Boden. Die Mehrzahl dieser Volksverdre(T)her waren brave Mitläufer in der DDR. Sehe ich von einem Herrn Eppelmann einmal ab. Was tat er als letzter Verteidigungsminister in der DDR? Natürlich hat er den Verdienst, die NVA friedlich und ohne Blutvergießen in die Bundeswehr geführt zu haben. Er verhinderte allerdings nicht, dass alle Dokumente der damaligen Abwehrtätigkeit der NVA rechtzeitig vernichtet wurden. Kein Spion der NVA wurde je enttarnt. Sie sind vielleicht jetzt unter den Abgeordneten zu finden. So schließt sich der Kreis. Ein Dr. Kohl, selbst Historiker und mit der Gnade der späten Geburt behafteter Ruhestandspolitiker strickte unter Telschik die Vereinigungsbedingungen so schlampig, das die Täter belohnt und deren Opfer in dieser neuen Republik am Rande des Existenzminimums leben. Kommt das nicht bekannt vor? Wie war das nach 1945? Die Mordrichter, RSHA Beschäftigte und die Polizisten der * Zeit erhielten den Lohn der so demokratischen neuen Gesellschaft. Widerstandskämpfer mussten jahrelang um ihre gesellschaftliche Anerkennung kämpfen.
Möge sich in dieser Versammlung unserer, von einem angeblich so freien Volk gewählten Abgeordneten sicherlich nicht die Garde der deutschen Intelligenz befinden, eher gehören sie zu der großen Zahl der geistig beminderten Bevölkerungsgruppe, so sind sie in ihrer Mehrheit sehr wohl in der Lage, die wirklichen Kämpfer für Freiheit und Menschenrechte, als persönliche Gefahr zu erkennen. Sie sind sich bewusst, dass ein Mensch, der für diese Idole sein Leben, seine Freiheit opfert, auch in diesem Staat nie ein Mitläufer werden kann. Daher bleiben wir Opfer immer ein Stachel im Fleisch dieser Wohlstandsgesellschaft. Oft still verharrend, manchmal etwas eiternd, doch immer schmerzhaft für diese Volksvertreter.
Daher sage ich es sehr brutal und eindeutig. Ich empfinde alle schon gesprochenen und bald zu erwartenden Schönreden jetzt und in Zukunft als direkte Beleidigung. Sie sollten sich mit ihren geschriebenen Senf den Hintern abwischen und wenn unbedingt nötig, ihre salbenvollen Worte auf die Wänden der nichtöffentlichen Toiletten des Reichstages schreiben.
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War in der DDR politischer Gefangener
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Anmeldedatum: 07.02.2007
Beiträge: 192

BeitragVerfasst am: 27.06.2007, 11:33    Titel: Worthülsen Antworten mit Zitat

Worthülsen und .äten.

Die politischen Quasselrunden im Fernsehen zeigen das derzeitige Bild der Republik besonders deutlich. Leere, Luftnummern und hohle Sprüche sind die Kennzeichen dieser Sendungen. Ob Berlin Mitte, oder Christiansen und wie sie sich alle nennen die neuen Wichtigtuer auf der Mattscheibe, sie sind nur flachbrüstig und Pasckungen ohne Wert. Jeder der Teilnehmer vertritt seine Meinung, redet am liebsten von der guten Vergangenheit seiner Partei, verteufelt die anderen Parteien und deren Teilnehmer an der Runde. Konstruktive Vorschläge werden grundsätzlich in den Boden geredet. Kommt es ausnahmsweise zu einer Einigung im Diput, werden deren Erkenntnisse garantiert im politischen Alltag schnell vergessen. Sie verschwinden wie der Rauch im Wind. Besonders sind frühere DDR Politiker gefragt. Verbrecher wie Marcus Wolf, Spitzel wie Gysi haben einen hohen Stellenwert in diesen Le(h)erstunden des deutschen Fernsehens. Es sind immer der gleichen Gesichter. Grün, Rot, Schwarz und Gelb wechseln sich in steter Regelmäßigkeit ab. Wobei der Schwerpunkt auf mäßig zu setzen ist. Westerwelle, Müntefering, Roth, Huber, Cohn B(a)endit, und und und... die Politprominez der Republik gibt sich die Ehre. Dazu gesellen sich einige Wissenschaftler aller Fachrichtungen, Professoren und sonstige Promis. Schließlich gibt es für ihre Auftritte einen gehörigen Batzen Kohle. Da darf keiner der Jasager, keiner der vermeintliche Fachanwälte des angekündigten Themas, fehlen.
Streitbewährt und der verklausulierten Rede sind sie alle mächtig. Ihre Worte sind wie Regentropfen. Sie klatschen auf und zerfließen zu einer Pfütze. Tritt man hinein, spritzt es etwas. Das war es dann...
Vermissen wird der Zuhören und Zuseher einen Vertreter der Arbeiterschaft. Nicht ganz, da meldet sich rechtzeitig ein Funktionär der Gewerkschaft zu Wort. Sicher ist, daß diese Pfeife nie an einer Werkbank stand. Wenn doch, nur mit Schlips und weißem Hemd. Doch er vertritt die Arbeiter in dieser Runde. Allerdings sollte man lieber „ tritt" als vertritt schreiben. Eine sich immer wieder einfindende Menschengruppe darf nicht vergessen werden. Hier meine ich die Künstler und solche Typen, die sich dazu zählen. Wohl sind sie alle Lebenskünstler, die Politiker, Funktionäre, Wissenschaftler und Akademiker, doch die wahre Kunst, für den kleinen Mann eine gute Politik zu machen, verstehen sie alle nicht. Zurück zu den Künstlern. Sie sind für eine solche heiße Politikshow lebensnotwendig. Sie würzen das Gemenge der Leerworte mit aufgeblasenen Worthüllen und Lebensweisheiten aus der Mottenkiste der Geschichte. Ihre gespielte Noblesse, ihr Abgehobenensein und ihre unverkennbare Dummheit geben diesem Theater der Eitelkeit einen Anstrich der himmlischen Weisheit. Gut macht sich ebenfalls eine „DDR Herkunft" der Moderatoren. Hat eine der Führungskräfte gar den beneideten Vorteil im „ Roten Kloster" der DDR sein Diplom erhalten zu haben, so verdient diese Tatsache keinerlei besonderer Beachtung. Auf Deutsch gesagt: Wurden seine / ihre jounalistischen Tugenden durch die SED gefördert und gestärkt, wird er oder sie gern vom ZDF oder ARD umworben, doch deren Vergangenheit ist tunlichst zu verschweigen.
Jetzt einige Worte zur unendlichen Themenvielfalt dieser Redeschlachten im trautem Kreis.
Wer zahlt die Zeche? Schuldenabbau, Todesstrafe für Sexualtäter, Kanzlerlüge, so war die Stasi wirklich, ist unsere Rente noch sicher? Bush und der Irakkrieg, bläh, bläh, bläh.
Ein Schwall von Nichtigkeiten, eingepackt und verpackt in rosigen Gebinden der unscheinbaren Lügen. Sollte sich tatsächlich einmal einer der Teilnehmer ertreisten, ein brandgefährliches Thema wie Sozialarmut, Kinderarmut oder tägliche Familienpolitik der Kommunen und Sozialämter ansprechen und deren Wirkungen auf dieses Drittel der Bevölkerung geiseln, erfolgt sofort und plaziert die gekonnte Verharmlosung, oder Beschimpfung der Leidtragenden. Es darf nicht sein, was täglich ist!
Fassen wir zusammen: Talkshow ist eine Erfindung der Amerikaner. Unter einem Talk verstehen sie allerdings ein unverbindliches Gespräch ohne ernsten Tiefgang. Die Show kommt ebenfalls aus diesem Land und beinhaltet den Begriff: dabieten, feilhalten, verkaufen im Gewand des Spaßes. Es sollte Spaß bereiten. Genau das machen die Macher dieser Politshow. Unverbindliches Geplapper im Spaßgewand. Allerdings hört für mich der Spaß schon lange auf. Diese Sendungen sind eine Verar schung. Sie sind zur Zirkusnummer der Politclowns geworden, oder schon immer gewesen. Das Beste was wir machen können, zappt auf ein anderes Programm... In diesem Sinne, freut Euch auf Berlin Mitte, und Christiansen.
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