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Wer ist mitverantwortlich für eine schäbige Opferrente?

 
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ReiBin
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Anmeldedatum: 02.02.2007
Beiträge: 3053

BeitragVerfasst am: 03.02.2007, 11:56    Titel: Wer ist mitverantwortlich für eine schäbige Opferrente? Antworten mit Zitat

Wer ist mitverantwortlich für eine schäbige Opferrente?

Folgendes Fotos wurden während einer Demo der Aktionsgemeinschaft Recht und Eigentum e.V. (ARE) vor dem
Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe aufgenommen.



Wie man sehen kann, hatten die Teilnehmer genug Transparente mitgebracht, die vom Gerichtsgebäude aus gelesen und auch von den Passanten zur Kenntnis genommen werden konnten.

Die ARE organisierte auch noch mehr solche Aktionen, z.B. vor dem Europäischen Gerichtshof

Der Vorsitzende der Vereinigung 17. Juni, Carl-Wolfgang Holzapfel, der schon oft derartige Aktionen durchführte, protestierte mit einem mehrtägigen Hungerstreik vor dem Finanzministerium in Berlin gegen die Demontage der Gedenktafeln, die an den Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953 erinnerten.

Dieser Hungerstreik war sehr beeindruckend und öffentlichkeitswirksam.


Carl-Wolfgang Holzapfel im Hungerstreik:
"Respekt der Politik vor den Opfern statt Demut der Opfer
vor der Politik"


Mir ist aber nicht bekannt, daß andere Opferorganisationen jemals in der Öffentlichkeit eine Aktion für eine gerechte Opferrente durchgeführt hätten.

Wer etwas anderes weiß, kann uns jederzeit darüber informieren.

Wenn aber den Politikern die berechtigten Forderungen nach einer würdigen Opferrente nur im stillen Kämmerlein oder mit Briefchen vorgetragen werden, ohne diese Forderungen intensiv und energisch mit Aktionen öffentlichkeitswirksam zu unterstützen, dann ist kaum etwas zu erreichen.

Dabei ist es doch ganz einfach, vor den Augen der Politiker am Reichstag oder an anderen wichtigen Orten mit entsprechenden Aktionen und Transparenten, Flugblättern und anderen geeigneten Mitteln immer wieder eine gerechte Opferrente zu fordern. Wäre in den vergangenen vielen Jahren nach der Wiedervereinigung mit solchen Aktionen immer wieder Druck auf die Politik ausgeübt worden, würde man sich wahrscheinlich nicht gewagt haben, die Opferrente erst so spät und so schäbig festzulegen.

Die Opfervorganisationen müssen die Aktionen organisieren, nur sie verfügen über Mitgliederlisten und müßten auch wissen, welche Berliner Mitglieder im Wechsel für solche Aktionen motiviert werden können. Es müßte doch nun endlich möglich sein, Transparente mit den Forderungen der Opfer herzustellen oder zu beschaffen, die immer wieder verwendet werden können. Und wenn die Losungen nur auf solche große Pappen geschrieben werden, wie sie einzelne Demonstranten der ARE bei ihrer Demo hochhalten.

Aber von Seiten der Opferorganisationen geschieht nichts dergleichen. Selbst als sich am 50. Jahrestag des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 eine große Gelegenheit bot, unsere Forderungen nach einer gerechten Opferrente mit allem Nachdruck öffentlichkeitswirksam zu demonstrieren, hatten die Organisatoren einer Versammlung auf dem Pariser Platz und auch bei anderen Gelegenheiten,

kein einziges Transparent bereitgestellt. Also auch kein einziges Transparent mit der unübersehbaren Forderung nach einer Opferrente!

Das wäre doch das Mindeste gewesen!


Die vorübergehenden Passanten, geschweige denn irgendwelche Politiker, konnten gar nicht erkennen, ob sich da ein Gartenverein oder ein Gesangsverein versammelt hatte. Denn mehr als eine Versammlung ohne jede Aussage oder Wirkung war das nicht. Wenn man etwas erreichen will, muß man wenigstens seine Forderungen für alle lesbar mit Transparenten und anderen Mitteln demonstrieren.

Weil das zum Schaden der Opfer nun schon jahrelang versäumt wurde und kein energischer Druck auf die Politik ausgeübt wurde, deswegen sollen die Opfer jetzt mit einer schäbigen Opferrente gedemütigt werden.

Die Politiker haben offensichtlich auch keinen Respekt vor den Funktionären der Opferorganisationen und sind deshalb von unseren Forderungen kaum beeindruckt worden. Und wenn sie die Opferorganisationen nicht respektieren, ist das darauf zurückzuführen, daß die Funktionäre mit ihren hemmungslosen Grabenkämpfen und anderen negativen Handlungen ihr Ansehen selbst nachhaltig untergraben haben. Das ist den Politikern nicht verborgen geblieben.

Jetzt müssen die Opferverbände unbedingt die zerstörerischen und lähmenden Anfeindungen zwischen und in den Opferverbänden beenden und intensiv und energisch alles Menschenmögliche dafür tun, daß wir Opfer eine gerechtere Opferrente erhalten, als sich die Politiker ausgedacht haben.

Nachtrag: Wo waren denn in all den Jahren solche Demos wie die viel zu späte vom 28. Februar 2007? Das mußte man doch schon in den vielen vergangenen Jahren organisieren und das war selbstverständlich die Aufgabe der Opferorganisationen. Mit dem richtigen Willen hätte man das auch schaffen können. Der Beweis, daß das jederzeit möglich war, ist die Demo vom 28.02.07


Zuletzt bearbeitet von ReiBin am 01.05.2009, 08:52, insgesamt 21-mal bearbeitet
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ReiBin
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Anmeldedatum: 02.02.2007
Beiträge: 3053

BeitragVerfasst am: 18.02.2007, 12:11    Titel: Warum gibt es auf der Webseite der VOS noch keinen Aufruf? Antworten mit Zitat

Während der gestrigen VOS-Versammlung wurde eine Demonstration vom Deutschlandhaus zum Willy-Brandt-Haus beschlossen. Es wird um zahlreiches Erscheinen mit Transparenten/Schildern gebeten. Auch Außenstehende sind gern gesehen. Thema ist die, mit großem Getöse verkaufte, sog. "Opferpension" (lies: "Sozialhilferegelung"). Jeder kann mit wenigen Mitteln ein A-3-Schild fertigen und in der Hand halten oder sich um den Hals hängen mit seiner abgesessenen Strafe oder entsprechenden Forderungen.
Wir versammeln uns am Mi., 28.2.07 um 10.30 Uhr vor dem Deutschlandhaus und marschieren von dort zum Willy-Brandt-Haus.
MkG,
Gustav Rust
===================

Warum kann man auf der Webseite der VOS immer noch keinen Aufruf zu der Demo finden?
Die Versammlung war doch schon am 16.02.07!


Und warum fanden solche wichtigen Demos für eine würdige Opferrente in den vielen Jahren seit der Wiedervereinigung nicht statt?
_________________
In der ehemaligen DDR 1961 bis 1964 Haft wegen so genannter fortgesetzter staatsgef�hrdender Propaganda und Hetze
(� 19 Abs. 1 Ziff. 2 StEG)
Wehrdienstverweigerer und von Anfang an Mitorganisator und Teilnehmer der Montagsdemos in Leipzig, mit denen die Macht des SED-Regimes gebrochen und der Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands freigek�mpft wurde.
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