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VOS & BSV = NEIN und nun Interessenkollision?

 
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Sascha Hoffmann
Gast





BeitragVerfasst am: 13.04.2008, 19:08    Titel: VOS & BSV = NEIN und nun Interessenkollision? Antworten mit Zitat

Interessenkollision?

Verschmelzung von VOS und BSV gescheitert – zur Strafe wird der BSV aufgelöst?

So oder so ähnlich verstehe ich die Äußerungen im Hinblick auf die Offerte nach der Wahl im VOS Forum des abgekanzelten „amtierenden Vorsitzenden“ Latotzky. Die Tatsache das Latotzky nun nicht zum Bundesvorsitzenden der VOS gekürt wurde ist erstmal durch großen Jubel zu befürworten. Permanente Anlässe, die ständig Grund zu Querelen unter dutzenden SED-Opfern führten, sind zumindest von der überhöhten Ebene entfernt. Wer weiß, vielleicht war dieser Posten für Latotzky sowieso mehr als zehn Nummern zu groß.

Schlecht finde ich, dass Latotzky wiederum zu einem der Stellvertretenden Vorsitzenden durch Wählervotum bestätigt wurde. Als Demokrat gilt: Leider muss ich die Wahl Latotzky’s anerkennen. Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn er durch handfeste andere Gründe sein Amt vorzeitig nieder legen müsste.

Die Abstimmung über die Verschmelzung beider Vereine ergab in den Reihen der VOS eine überdeutliche Mehrheit, so berichtet Latotzky.

Dagegen verlief die Abstimmung des BSV nach der Verlesung des Verschmelzungsvertrages und der vorläufigen Satzung ganz anders. In der erfolgten Aussprache, in der der Berliner Landesverband seine Haltung hierzu darlegte, wurde wohl die Ablehnung zur Verschmelzung deutlich. So beschreibt Latotzky „Beschuldigungen“ des Berliner Landesvorsitzenden an die Adresse der VOS gerichtet, Stichler mit seinen damaligen Äußerungen sei für die Sperrung öffentlicher Zuwendungen für die BSV verantwortlich zu machen.

Weiter beklagte der Berliner BSV die mangelnde Kooperation bei der Erstellung der Satzung. Unbeschrieben hingegen, blieben Latotzky’s Anmerkungen weiterer beklagenswerter Punkte des Berliner BSV in dem Wortgewinde „…und anderes mehr.“

Es war wohl schon immer so, die große Verweigerung weißt auf lakonische Strafen? Sollte der neue Bundesvorsitzende der VOS, Johannes Rink, an seinen Antrag einer außerordentlichen Delegiertenversammlung mit dem Ziel – Auflösung des BSV festhalten, verstehe ich dieses Verhalten als außerordentlich undemokratisches Druckmittel, die Berliner im Sinne von Drohkulisse umzustimmen.

In meinen Augen ist es eine Riesen Sauerei, wenn ein Bundesvorstand eines Vereins seine Doppelmitgliedschaft dazu verwendet, Anträge zu betreiben, die Ihm und seine Eigenschaft als Bundesvorstand zu mehr Macht im Sinne von mehr Mitgliedern usw. usf. verhelfen würde. Wenn die Mark den Untergang des Pfennigs betreibt!

Diese Doppelmitgliedschaft hilft als Paradebeispiel, Jonannes Rink sein Demokratieverständnis einzuschätzen!

Da bin ich mal gespannt Herr Rink. Für mich bleibt Ihre Doppelmitgliedschaft eine Interessenkollision! Satzungen will ich gar nicht erst prüfen.

Stets solche „theatralischen Schilderungen des Latotzky" sind es, die ihn mir immer wieder als Führungs- und Respektperson ungeeignet erscheinen lassen…

Aber bitte! Jedem seine Meinung!
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G.H.
Aktiver Kamerad


Anmeldedatum: 07.02.2007
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 13.04.2008, 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist nicht zu fassen, daß der schon vor vielen Jahren beschlossene Zusammenschluss von VOS und BSV wieder nicht zustande kam. Gescheitert ist das wieder an den Grabenkämpfen der Funktionsträger um persönliche Interessen. Da sind ihnen die Interessen der Mitglieder wie immer völlig egal. Aber das sind wir ja gewöhnt.
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Bernd Stichler
Ganz besonders aktiver Kamerad


Anmeldedatum: 24.02.2008
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 14.04.2008, 09:54    Titel: Vielschichtige Ursachen Antworten mit Zitat

Um es gleich vorweg zu sagen. bedauern wir das Scheitern des Zusammenschlusses von VOS und BSV. Aber die Ursachen für dieses Scheitern sind vielschichtig und liegen teilweise schon Jahre zurück. Der Streit zwischen dem VOS-Vorstand und uns ist nur ein vorgeschobenes Argument der Vereinigungsgegner. Falls es einige Kameradinnen und Kameraden inzwischen vergessen haben sollten möchten wir daran erinnern, daß ein Harald Strunz mit aller Kraft gegen den Gedanken eines Zusammenschlusses gearbeitet hat. Dabei bekam er, und das gehört auch zur Wahrheit , massive Unterstützung vom damaligen Vorstand der UOKG unter Horst Schüler und nicht zuletzt von Frau Storbeck. Da nun Strunz auch Landesvorsitzender
des BSV Berlin-Brandenburg war, hatte er jahrelang die Möglichkeit, seine Mitglieder systematisch gegen die VOS zu beeinflussen, was er auch stets getan hat. Die Verweigerungshaltung beim BSV Bln.- Brbg. besteht also nicht erst seit dem 12. April sondern schon seit Jahren. Weiterhin darf man bei dieser Verweigerungshaltung auch nicht übersehen, daß die Opferverbände auch mit dem Problen Senilität und Altersstarrsinn zu tun haben, das muß man einfach mal akzeptieren. Natürlich kann hier und da auch Dummheit eine Rolle spielen. Jene Kameradinnen des BSV , die durch die unzureichende Gesetzgebung bei der Opferrente leer ausgehen, sollten ihren durchaus verständlichen Ärger doch an die richtige Adresse richten. Die VOS kann mit Sicherheit nichts dafür, daß diese Kameradinnen von der Opferrente ausgenommen sind. Auch das muß man mal klar sagen. Wir können nur hoffen, daß es beiden Verbänden gelingt, auf einem anderen Wege doch noch zusammenzukommen.
Christina und Bernd Stichler
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Sascha Hoffmann
Gast





BeitragVerfasst am: 14.04.2008, 15:33    Titel: Aufruf! Antworten mit Zitat

Ich suche dringend die Satzung des BSV!

Wer kann helfen?
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Rudolf
Ganz besonders aktiver Kamerad


Anmeldedatum: 03.04.2008
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 15.04.2008, 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

Besser als die Abstimmung über die Verschmelzung beider Vereine gelaufen ist, hätte es aus Sicht der VOS-Amtsinhaber doch gar nicht laufen können!
Die Pfründe blieben den Amtsinhabern erhalten - sie können weitermachen wie bisher.
Die Interessen der Mitglieder an e i n e m (schlagkräftigen) Veband sind bei liederlicher Vorbereitung durch den VOS-Vorstand in den vergangenen Jahren hintertrieben worden.
Bei der Wahl des neuen Vorsitzenden und bei der peinlichen Bestätigung des Herrn LATOTZKI ist auch die satzungsgemäße Mandatierung der Abstimmungsberechtigten zu hinterfragen. Nach meiner Information war die Mandatierung der Delegierten bereits überfällig!
Wenn ich denn Recht haben sollte mit diesem Hinweis, wäre die Wahl ungültig!
Wer kann diese Auffassung kompetent nachprüfen?
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Kronzeuge
Ganz besonders aktiver Kamerad


Anmeldedatum: 18.02.2007
Beiträge: 266
Wohnort: SH

BeitragVerfasst am: 15.04.2008, 17:44    Titel: Mit Sicherheit, eine Antwort Antworten mit Zitat

Lieber Kamerad Stichler,
Es ist so eine Sache mit der Sicherheit. Es ist ein weiter und gefährlicher Begriff. Was ist schon sicher im Leben?
Der Stasiknast war Dir sicher, wenn Du den „Zickebart" als Hurenbock und Zuhälter tituliert hättest! Eine der wenigen Sicherheiten der einstigen DDR.
Ob Dich die Stasi, oder der ABV zur Klärung eines Sachverhaltes eingeladen hätte, schon das war damals nicht mehr sicher.
Ich komme zurück auf Deine mutige Äußerung: Der VOS hatte keinen Einfluss auf die Höhe der Ehrenrente. Zitat Ende. Soweit Deine Aussage. Als sicher will ich nur gelten lassen, dass der VOS zum Zeitpunkt der Beschlussfassung des deutschen Bundestages seinen, zu einem eventuellen früheren Zeitpunkt bestanden Einfluss über die letztlich festzulegende Höhe der Ehrenrente jemals wirklich beeinflussen wollte. Wann hat der VOS jemals mit aller Kraft und mit allen seinen, theoretisch zu Verfügung stehenden Mitteln versucht, hier Einfluss zu nehmen? Diese Frage muss an Dich erlaubt sein!
Gehen wir etwas zurück in die Wendezeit. Damals wäre es Aufgabe der verantwortlichen Kameraden im Vorstand des VOS gewesen, umgehend eine Stasiüberprüfung aller ihrer Funktionsträger zu veranlassen. Weiter hätte der von Stasizuträgern gereinigte Vorstand eine profimäßige Lobbyarbeit aufbauen müssen. Selbst die deutschen Getreidebauern und Hasenzüchter waren in Bonn – jetzt in Berlin besser vertreten, als alle Opfer der SED Diktatur. Es war ein großer Fehler sich überparteilich und unabhängig zu bezeichnen, bzw. auszurichten, wobei schon zur Wendezeit nur von der CDU und CSU eine wirkliche Unterstützung der berechtigten Anliegen der Kameraden zu erwarten gewesen wäre!
Als sich dann die Opferverbände begannen untereinander zu streiten, eifersüchtig zu bekämpfen, hatten die wirklichen Erfordernisse, wie Haftentschädigung, Ehrenrente, Rentenanpassung und Rehabilitation ihrer Mitglieder nur einen nachgeordneten Stellenwert. Mit anderen Worten, die Opferverbände, auch der VOS war letztlich völlig überfordert.
Durch ihre stümperhafte Arbeit wurden die Opferverbände von den politischen Entscheidungsträgern nicht mehr als starke und einflussreiche Organisation wahrgenommen, oder nicht für so wichtig erachtet, dass eine damalige andere Weichenstellung als erforderlich erachtet wurde. Die Opferverbände wurden zu einer Laus im Pelz der Parteien. Läuse schüttelt der Mensch sich aus dem Fell, weil er die kleinen Plagegeister nicht besonders schätzt.
Ich behaupte, das alle Opferverbände eine Mitschuld an den Versäumnissen der Bundesregierungen hinsichtlich Ehrenrente, politische Anerkennung und gesellschaftlichen Status der Opfer tragen.
Wo waren denn die kraftvollen und lautstarken Protestaktionen der Opfer und ihrer Verbände in allen diesen Jahren? Wer wie ein Hase pfeift, wird vom Jäger nicht als Wolf vernommen!
Mit Gruß Kronzeuge
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Widerstandskämpfer und politischer Gefangener der des SED Unrechtstaates 1974 /75 Schwarze Pumpe inhaftiert wegen § 213
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Matte
Ganz besonders aktiver Kamerad


Anmeldedatum: 25.03.2008
Beiträge: 161

BeitragVerfasst am: 15.04.2008, 18:51    Titel: keine Chance Antworten mit Zitat

Der Kamerad Kronzeuge meint, daß die Opferverbände bei massiverem Auftreten eine höhere Opferrente hätten erreichen können. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Ich glaube nicht, daß es an den Opferverbänden lag sondern an der Tatsache, daß wir unglücklicherweise eine SPD-beteiligte Bundesregierung hatten, als diese Frage zur Entscheidung stand, und über den Charakter der SPD brauchen wir doch wohl nicht zu reden. Da hatte die CDU als verhältnismäßig schwacher Koalitionspartner keine Chance.
Matte
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Reporter
Ganz besonders aktiver Kamerad


Anmeldedatum: 07.02.2007
Beiträge: 192

BeitragVerfasst am: 16.04.2008, 08:43    Titel: Antworten mit Zitat

Richtig, Kamerad Matte! Wenn wir die letzten 3 Jahre berücksichtigen, dann stimmt Deine These. Du vergisst dabei, dass die DDR 1989 gestorben ist und wir im Herbst 1990 die Vereinigung beider deutschen Staaten hatten.
Du übersiehst, dass im Einigungsvertrag die Weiterzahlung der DDR – Renten für die VdN Angehörigen in voller Höhe, jetzt in DM West übernommen wurde. Nebenbei bestimmten die Kommunisten in der DDR wer würdig war, diese Rente zu beziehen. Selbst unter den eigenen Genossen wurden alle oppositionswillige Kritiker des SED Regimes vom Bezug dieser Rente ausgeschlossen. Soweit dazu!
Die VOS und weitere Opferverbände bestanden schon vor der Maueröffnung. Warum begannen diese Vereinigungen nicht unmittelbar nach der Wiedervereinigung mit der Forderung nach einer Ehrenrente für ihre Mitglieder? Warum organisierten sie nicht machtvolle Demonstrationen? Warum forderten sie nicht ihre Mitglieder auf sich direkt an ihre Abgeordneten zu wenden? Wo waren die Vertreter der Opferverbände in den vielen Fernsehsendungen, Talkrunden? Wo blieben die Leserbriefe an die Redaktionen der Zeitungen?
Die Opferverbände erhielten ihre finanziellen Zuwendungen von der jeweiligen Bundesregierung. Hatten die damaligen Opfervertreter angst ihre, zum Teil üppigen Gelder, aus dem Topf der Regierung einzubüßen? Waren sie aus diesem Grund mehr als geduldig?
Tagungen, Versammlungen und sogenannte Aufarbeitungsreden füllten das Tagesgeschäft der Opferverbände.
Warum organisierte die VOS, um nur bei diesem Verein zu bleiben, nicht auch einen Informationsstand, vor dem Reichstag, so wie es unser Kamerad Rust in selbstaufopfernder Weise viele Jahre tat und weiterhin macht? Meint ihr lieben Kameraden nicht auch, dass ein gut aufgemachter Informationsstand mehr Wirkung gezeigt hätte, wie die vielen Tagungen bei Kuchen und Wein?
Gab es nicht in allen diesen Jahren genug Grund, gegen die verlogene Politik der Regierenden zu protestieren? Mir scheint es zog die verantwortlichen der VOS lieber an die sonnigen Tagungsorte in Bayern und in sonstige Orte der Republik.
Wo war die politische Arbeit der Opferverbände, ich spreche von profimäßiger Lobbyistenarbeit direkt in Bonn, oder dann Berlin?
Wo blieb die in allen den vergangenen Jahren die Forderung nach einer angemessenen „Ehrenrente“. Allein gegen den Begriff: „Opferrente“ hätten die Opferverbände stark protestieren müssen. Im Gegenteil sie übernahmen klaglos diesen Begriff!!!!!!
Eine alte Regel besagt: Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe! Genau das ist die Schlussfolgerung, warum wir letztlich mit 250 Euro Ehrenrente abgespeist werden. Mit den finanziellen Zuwendungen durch die Regierung erkauften sich die Politiker das Stillschweigen der Mandatsträger der Opferverbände.
Von einzelnen dieser Vertreter konnten wir vernehmen, es gibt eine finanzielle Zuwendungen für uns, aus dem Topf der Stiftung für die politischen Häftlinge. Stimmt, nur war dieses mit der Antragstellung, Begründung des Antrages und dem Warten auf die Bewilligung begleitet. Entwürdigend diese Prozedur! Viele unserer Kameraden haben nie etwas von dieser Stiftung vernommen!
Schon damals, mit der Gründung der Stiftung hätten die Opferverbände protestieren müssen. Natürlich nicht hinter vorgehaltener Hand und im stillen Kämmerlein!
Es sind viele Versäumnisse, welche rückblickend betrachtet, zu der derzeitigen Situation bezüglich Ehrenrente geführt hat! Das einige der früheren und heutigen Mandatsträger der Opferverbände noch immer so tun, als hätten sie mit diesen Fehlern nichts zu schaffen, oder das sie grundsätzlich keine Fehler bemerken wollen, ist der eigentliche Skandal innerhalb der Opferverbände.
Mit Gruß Reporter
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War in der DDR politischer Gefangener
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Thorsten



Anmeldedatum: 13.05.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 16.04.2008, 09:00    Titel: Antworten mit Zitat

Solln die Opferfunktionäre doch mal Rechenschaft ablegen, welche tatkräftige Maßnahmen sie für die Opferrente durchführten. Nicht etwa die 2 Demos im vergangenen Jahr, die waren viel zu spät. In den Jahren vorher war das seltsamerweise nie möglich, obwohl unbedingt notwendig. Da hieß es immer, es kommt keiner zu einer Demo, die Leute sind zu alt. Im vergangenen Jahr kamen doch auch genug zusammen und in den Jahren vorher wären es bestimmt noch viel mehr gewesen. Warum passierte trotzdem nichts?
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Reporter
Ganz besonders aktiver Kamerad


Anmeldedatum: 07.02.2007
Beiträge: 192

BeitragVerfasst am: 16.04.2008, 09:45    Titel: Vereinigungen- aber richtig! Antworten mit Zitat

Einige Worte zu den Vereinigungsbemühungen der Opferverbände.
Eigentlich ist dieses eine unendliche Geschichte. Sie reicht zurück in die Nachkriegszeit.
Dazu fällt mir nur der Spruch ein: Teile und herrsche!
Brauche die früheren Gegner der SED Diktatur tatsächlich ein Dutzend Vereine und Vereinigungen, welche alle angeben sich unentwegt für die Belange ihrer Mitglieder einzusetzen?
Ging es letztlich nicht viel mehr um die Splitterung der finanziellen Zuwendungen der Bundesregierungen? Wollte nicht jeder am Tropf dieses Geldflusses hängen bleiben?
Ein Dachverband, eine kompetente Führung, ein geschlossenes Auftreten in der Öffentlichkeit. Darüber sollte jeder von uns sich ernstlich Gedanken machen, ja machen müssen!!!.
Betrachten wir einmal die Heimatvertriebenen. Deren Verbände und deren Arbeitsweise. Es gibt die Schlesier, die Sudentendeutschen, die Egelländer, die Ostpreußen und, und, und. Trotzdem sind sie alle unter dem Dach des Verbandes der Heimatvertriebenen vereint. Ihre politische Anlehnung fanden sie doch nicht bei den roten Genossen der SPD. Dieser Verband der Heimatvertriebenen war in der Bundesrepublik so mächtig, dass es kein führender Politiker der CDU / CSU und selbst einzelne der SPD versäumten, auf den großen Treffen der Heimatvertriebenen zu sprechen.
Wir verstanden es zu keiner Zeit uns tatsächlich in der politischen Landschaft der BRD wirkungsvoll bemerkbar zu machen. Es war die verdammte Zersplitterung, welche letztlich es verhinderte, das wir von den Mächtigen der Republik beachtet wurden.
Kranzniederlegungen, salbenvolle Reden vor der versammelten Berliner Politmeute, das ist das Getue der Opferverbände. Wobei zu bemerken ist, selbst an diesen Lügensitzungen unter freiem Himmel fehlen die selbstherrlichen Vertreter der Verbände, oder sie sitzen nur in den hinteren Reihen um müde zu gähnen.
Ein einziges Treffen der Mitglieder aller Opferverbände in Erfurt, oder in einer anderen deutschen Stadt hätte ein Zeichen gesetzt.
Solange wir nicht einen wirklich demokratisch gewählten und profimäßig arbeitenden Spitzenverband haben, ist alles nur Reden um der Reden Willen.
Wir dürfen nicht mit vielen Zungen sprechen. Jeder Verein kocht sein eigenes Süppchen. Jeder dieser Splittervereinsvorsitzenden achtet eifersüchtig darauf, dass nur kein anderer Hahn in seinem Stall die wenigen Hühner besteigt. Sie krähen auf ihrem Hof und nur der Nachbarhund antwortet mit wütendem Bellen. Genau so kommt mir die derzeitige Situation der Opferverbände und Vereinigungen vor.
Machen wir endlich Schluss mit diesem Gehabe! Rufen wir auf zu einem „Gründungsfest“ einer wirklichen Dachorganisation. Wegen mir, beim VOS. Aber mit neuer Führung, neuem Konzept und weg von der Laienarbeit und dem sinnlosen gewursch´tel der derzeitigen Führung.
Euer Reporter
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War in der DDR politischer Gefangener
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Reporter
Ganz besonders aktiver Kamerad


Anmeldedatum: 07.02.2007
Beiträge: 192

BeitragVerfasst am: 16.04.2008, 10:17    Titel: Selbsterkenntniss ist der erste Weg zur Besserung Antworten mit Zitat

Fehler.
Wir sind keine Götter, also machen wir alle Fehler. Es waren die alten Tattergreise des DDR Politbüros, welche gleich den Göttern des Olymps sich frei von Fehlern erachteten.
Wir zeigten ihnen, dass sie nur Menschen mit Fehlern sind. So zogen wir deren Hass auf uns. Mit allen den Konsequenzen, die wir erleiden mussten.
Bis in die heutigen Tage glauben die überlebenden Funktionäre der SED Diktatur, sie hätten richtig gehandelt. Sie glaubten und glauben Götter zu sein und Götter machen keine Fehler.
Wie sieht es mit unseren gewählten Vertretern in den vielen Opfervereinigungen aus? Herrschen dort ebenfalls Götter? Kommen sich diese Mandatsträger auf Zeit auch vor wie Götter ohne Fehl und Tadel? Diese Frage sollten sie sich selbst stellen.
Ein Mensch der Fehler erkennt, und danach handelt, ist ein wirklich großer Mensch.
Mir scheint es, hier besitzen unsere Vertreter noch einen gewaltigen Nachholbedarf!
Kommt Kritik aus den Kreisen der Kameraden, reagieren sie wie beleidigte Fürsten. Ich mache doch alles richtig. Ich reiße mir den Ar… sch auf für die Belange der Kameraden… kommt doch erstmals hier her und macht es besser....
Der letzte Satz ist nie erst gemeint, denn sie fürchten um ihr Mandat.
Eine wirkliche . der Ereignisse um die unendliche Geschichte der Ehrenrente hat in den Opferverbänden nie stattgefunden und wird weiterhin von einigen maßgeblichen Kräften nicht gewünscht und hintertrieben.
Es gab nie den wirklichen Versuch aus einigen der vielen Vereine, sich in einem vereinigten Verband einzubringen. Die Angst vor dem Verlust der Mandate und des warmen Regens, sprich finanzielle Vorteile und Zuwendungen bestimmt bis jetzt das Handeln.
Vor dieser Wahrheit fürchten sich diese Schlauberger wie der Teufel vor dem Weihwasser.
Euer Reporter
Nachdenklich komme ich zu dem Schluss, es ist nur menschlich, dass wir unsere Fehler nicht sehen wollen. Kritik nicht hören mögen und uns weit überschätzen. Auch ich leide unter dieser Krankheit aller Menschen. Besserung ist nur durch Selbstheilung möglich.
_________________
War in der DDR politischer Gefangener
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Bernd Stichler
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Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 16.04.2008, 11:33    Titel: Die Rolle der UOKG Antworten mit Zitat

Die letzten Beiträge sind mir zu pauschal formuliert und bedürfen einer Differenzierung. Nur von außen her meckern ist auch keine Lösung. Zur allgemeinen Information möchte ich mal die Rolle der UOKG etwas näher beleuchten. Der Gedanke eines einheitlichen und großen Häftlingsverbandes sollte durch die Schaffung der UOKG verwirklicht werden. Allerdings war dieser Gedanke schon im Ansatz eine halbherzige Sache, denn man wollte ja bloß eine Dachorganisation schaffen und keinen festgefügten Gesamtverband. Aufgrund mangelnder Einsicht und des Geltungsdranges kleiner Vereinsvorsitzender wollten viele kleinere Häftlingsverbände auch keinen Gesamtverband. Anfangs , unter Gerhard Finn ,war die UOKG ein reiner Häftlingsverband mit einer einheitlichen Zielstellung. Unter seinem Nachfolger Horst Schüler änderte sich das. Es wurden Verbände in die UOKG aufgenommen, die eine andere Interessenlage hatten als die Häftlingsverbände. Dadurch war es nicht mehr möglich, eine einheitliche und zielgerichte Stoßrichtung zu praktizieren. Es mußten aufgrund der zersplitterten Interessenlage bei der UOKG stets mehrere Ziele zugleich angepeilt werden. Dadurch wurde die ursprüngliche Zielstellung verwässert, die UOKG war nicht mehr in der Lage, sich auf ein Ziel zu konzentrieren. Nachdem ich einen gewissen Einblick in die Arbeit der UOKG gewonnen hatte entwickelte sich bei mir der Verdacht, daß die ganze UOKG nur ein raffiniertes Täuschungsmanöver war. Bestärkt in meiner Vermutung wurde ich durch das Verhalten des Vorsitzenden Horst Schüler, des Geschäftsführes Detlef Stein und des Vorstandsmitgliedes Harald Strunz. Für detaillierte Einzelheiten wäre der Platz jetzt hier zu klein, deshalb möchte ich mich auf eine allgemeine Darstellung meiner Eindrücke beschränken: Nach meiner persönlichen Erkenntnis hatte die UOKG die ( vermutlich geheime ) Aufgabe, den Opfern die Illusion zu verschaffen, daß sie jetzt durch die Mitgliedschaft in der UOKG alle vereint und damit auch stark wären. Das war aber in Wirklichkeit nur eine Illusion, die sich leider zu lange halten konnte. In Wirklichkeit, so mein persönlicher Eindruck , hatte die UOKG die Aufgabe, die Opferverbände zu kontrollieren und notfalls unauffällig auszubremsen, wenn einige Verbände zu große Aktivitäten entwickeln sollten. Besonders bei Horst Schüler, Harald Strunz und Detlef Stein bemerkte ich solche Tendenzen. Es gelang mir nicht, bei der Mehrzahl der teilweise schon hochbetagten Vertreter anderer Opferverbände Gehör zu finden. Erst in den letzten anderhalb Jahren sind einige Opferverbände aufmerksam geworden und haben mit Austritt aus der UOKG reagiert. Die UOKG hat von Anfang an massiv -auch mit Drohungen - den Gedanken eines Gesamtverbandes bekämpft und leider waren zu viele UOKG-Mitglieder dieser bewußt erzeugten trügerischen Illusion von Einheit und Stärke über viel zu lange Zeit hin erlegen. Erst jetzt hat sich da was geändert und die heutige UOKG ist glücklicherweise in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwunden. Das sollte man alles wissen, bevor man pauschal kritisiert.
Bernd Stichler
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G.H.
Aktiver Kamerad


Anmeldedatum: 07.02.2007
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 16.04.2008, 13:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Reporter schrieb: Wir dürfen nicht mit vielen Zungen sprechen. Jeder Verein kocht sein eigenes Süppchen. Jeder dieser Splittervereinsvorsitzenden achtet eifersüchtig darauf, dass nur kein anderer Hahn in seinem Stall die wenigen Hühner besteigt. Sie krähen auf ihrem Hof und nur der Nachbarhund antwortet mit wütendem Bellen. Genau so kommt mir die derzeitige Situation der Opferverbände und Vereinigungen vor.


Siehe Beispiel
http://www.sed.stasiopferinfo.com/phpBB2/viewtopic.php?t=28
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Kronzeuge
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Anmeldedatum: 18.02.2007
Beiträge: 266
Wohnort: SH

BeitragVerfasst am: 17.04.2008, 16:26    Titel: versäumtes Antworten mit Zitat

Versäumtes
Wir fragen uns seit vielen Jahren, warum gelang es uns nicht wirklich unsere Vorstellung von einer gerechten Aufarbeitung und damit verbundene Wiedergutmachung politisch zu verwirklichen?
Gegen wir zurück in die Zeit des Sterbens der DDR Diktatur. Auf dem Totenbett lag es schon lange, das Arbeiter und Bauernparadies auf deutschem Boden.
Die in die Jahre gekommene Missgeburt der kommunistischen Verbrecher konnte nur auf den Bajonetten und Panzer des großen Bruders UDSSR leben und mehr schlecht als recht überleben.
Als Ungarn die Grenzen öffnete hauchte die DDR in einem einjährigen Todeskampf ihr verfluchtes Leben endgültig aus. Viele tausende Menschen im Einflussbereich dieses Monsters DDR erlebten die sozialistischen Errungenschaften in den Zuchthäusern des MfS und des Ministeriums des Inneren. Es waren Bürger des Landes, welche nicht bereit waren, als Ammen, oder Pflegekräfte diesem kommunistischen Bastard zu dienen.
Mit der Gründung des „Runden Tisches“ nach dem Rücktritt des SED Politbüros schmolz die Macht de SED wie Schnee an der Sonne. Das MfS verlor sein Schrecken mit der Erstürmung deren Terrorburgen im Lande. Hauptsächlich waren es Menschen aus dem christlichen Umfeld, die gewaltfrei für eine friedliche Revolution eintraten.
Es ist von Bedeutung, dass es unter den Teilnehmern des „Runden Tisches“ nur zwei Menschen gab, welche selbst die Schrecken des MfS Terrors in Unfreiheit erleiden mussten.
Werner Fischer 1988 verhaftet und Abschiebung nach England.
Wolfgang Templin verhaftet 1988 und Abschiebung.
Ansonsten dominierten Theologen und weitere Akademiker.
Einigen wenigen der damaligen Teilnehmer gelang nach der Vereinigung eine politische Kariere in der SPD oder CDU.
Die VOS, welche von Westberlin agierte und bis zum Zusammenbruch der DDR mit Stasispitzeln bestückt, oder nennen wir es beglückt war, verharrte im Dornröschenschlaf der Seeligen.
Als Schäuble mit Krause den Einigungsvertrag aushandelte, schwiegen die Opferverbände. Ein Machwerk ganz im Sinne der alten SED Obristen wurde geboren.
Nennen wir ein Beispiel: Artikel 37 (1) alle in der DDR erworbene akademische Abschlüsse gelten weiter….. ( verkürzt )
Dieser kurze Satz bedeutet, dass die Verbrecher des MfS weiter ihre, an der Hochschule des MfS erworbene Titel tragen dürfen und in diesem Beruf tätig sein können. So darf ein MfS Oberst weiterhin als Jurist arbeiten, obwohl seine geheime Dissertation ein Lehrbuch für Terror und Gewalt ist.
Frühere SED Lehrer, welche als Parteisekretäre SED die Ideologie der SED ihren minderjährigen Schülern lehrten, werden als Lehrer mit Beamtenstatus, ( nach einer gewissen Karenzzeit ) übernommen.
Die Folgen dieser Handlungsweise sehen wir jetzt in den neuen Bundesländern.
Hunderte Zollbedienstete der DDR übernahm die Finanzverwaltung der BRD. Zu DDR Zeiten waren es die Zöllner der DDR, welche ihre eigenen Bürger schikanierten. Am meisten litten unter diesen Schikanen die Rentner der DDR. Alle diese regimetreuen DDR Staatsdiener belohnte der frühere Klassenfeind mit einer Festanstellung im westdeutschen Staat.
Offiziere der NVA, ja selbst Grenzer wurden Beamte der BRD. Der Gipfel der Verlogenheit ist die Tatsache, dass das Amt des Bundesbeauftragten für Stasiunterlagen frühere MfS Angehörige beschäftigt. Hier werden die früheren Opfer dieser Stasischergen von oberster, sprich ministerieller Dienststellen verhöhnt und verspottet!
Die bundesdeutschen Behörden vermieden es offensichtlich, frühere politische Gefangene der DDR nach der Wende einzustellen. Lieber griffen sie auf die sogenannten Fachkräfte des DDR Terrorregimes zurück!
Diese Handlungsweise finden wir quer durch alle Dienststellen des Bundes und der Länder. Die Polizei der DDR kurz VP genannt, wurde zu über 80% übernommen. So kann es einem früheren politischen Häftling der DDR passieren, dass er selbst 18 Jahre nach der Wende auf den früheren VP Genossen trifft, der ihn vor 20 Jahren verhaftet und der jetzt Beamter der BRD ist.
Frühere Richter und Staatsanwälte der DDR sitzen weiterhin, jetzt in der bundesdeutschen Justiz.
Alte SED Kader finden wir in allen Bereichen der öffentlichen Hand. Selbst ein Stasispitzel wurde Minister und im Bundestag finden wir frühere MfS Angehörige. Nur einen früheren politischen Gefangenen der DDR suchen wir in diesem Hause vergebens!!
Obwohl die SED ein Hort von Verbrechern war und somit diese Partei eine verbrecherische Organisation, lebt sie bis jetzt unter anderem Namen weiter. Unter ihren Fittichen fühlen sich deren einstige Täter und die alten MfS Schergen wohl behütet.
Es gab tausende Schreibtischtäter in der DDR und weit über 100 000 Stasispitzel. Alle genießen sie die besondere Fürsorge der BRD. Dieses zeigt sich durch die Anerkennung ihrer erschwindelten Altersversorgung und Rentenansprüche.
Kommen wir zurück auf die Aufarbeitung durch die Opferverbände. Ich frage mich seit Jahren: Was taten diese Vertreter der Opfer gegen diese Verhöhnung und Beleidigung durch die BRD?
Wo blieben ihre Proteste? Ihre Mahnungen? Ihr Protestveranstaltungen in allen diesen Jahren? Wann redeten sie den Mächtigen ins Gewissen? Bei vielen dieser Macht – Träger fehlt es völlig, das Gewissen. Dafür sind sie reichlich bestückt mit Schamlosigkeit, Geldgier und Machtgeilheit.
Kronzeuge
Noch ein paar Worte zu dem am 16.04.08 von der ARD gesendeten Fernsehfilm: „12 heißt ich liebe dich…“
Die ARD merkte wahrscheinlich zu spät, welchen Mist sie verzapft hat. Es ist erneut ein Beispiel wie in dieser Republik die Verbrechen des Mf S verharmlost werden. Die Pressefreiheit erlaubt es den Schreiberlingen. Ein anschließender halbstündiger Dokumentarstreifen über die Arbeit des MfS kann den schlechten Beigeschmack nur unwesentlich mildern. Hier zeigte der Streifen die Schrecken der SED Diktatur durch das MfS. Alles blieb sehr anonym. Drei frühere Opfer schilderten ihre Pein die sie in den Haftanstalten des MfS erleiden musstenDer Film erwähnte Vernehmer und die Wachmannschaften des MfS. Niemand sprach die Tatsache an, dass diese Verbrecher als unbescholtene Bürger ganz anonym und unerkannt mitten unter uns leben!!
Es sind nicht ein paar alte Tattergreise des früheren MfS, sondern geschätzte 80 ooo ehemalige MfS Angehörige die heute im erwerbsfähigen Alter in allen Berufen arbeiten. Rechtanwälte, Ärzte, Handwerker, Akademiker aller Richtungen, Wachpersonal, Geschäftsleute, Unternehmer, Beamte der Polizei, des Personenschutzes, des Zolls, des BStu, Bundesgrenzschutz usw… Nur als katholische Geistliche getarnt, werden wir keine finden.
Übrigens, nicht nur Männer waren beim MfS. Es gab genug Frauen in allen Positionen. Nur in den Führungsebenen des Mf S konnte keine Frau aufsteigen. Trotzdem waren auch sie treue Diener der SED mit allen ihren Begleiterscheinungen.
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Widerstandskämpfer und politischer Gefangener der des SED Unrechtstaates 1974 /75 Schwarze Pumpe inhaftiert wegen § 213
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Franzose
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Anmeldedatum: 08.07.2007
Beiträge: 219

BeitragVerfasst am: 18.04.2008, 15:02    Titel: Bester Beitrag Antworten mit Zitat

Kronzeuge! Das war Dein bester Beitrag, den Du jemals geschrieben hast.
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1981 erstmalig kurz von Stasi verhaftet nach einem Tag entlassen;
1987 Teilnahme Kirche von unten, Flugblaetter spaeter verteilt, rausgeworfen 1988 verhaftet wegen Pa99, verurteilt wegen Pa.213;
Entwicklungskonstrukteur, Engineer, Erfinder (Patentamt) und 2 US-Copyrights;
Lebt nicht mehr in Europa aus pol. Gruenden; will "Aufarbeitung" Vorbild Frankreich nach 2.WK, darum "Franzose"
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Rudolf
Ganz besonders aktiver Kamerad


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BeitragVerfasst am: 18.04.2008, 18:11    Titel: Antworten mit Zitat

Bis heute hat niemand auf meine Infragestellung der letzten VOS-Vorstandswahl durch die m.E. nicht mehr mandatierten Delegierten geschrieben.... Das ist betrüblich.
Damit Sie mich richtig, verstehen ich stelle nicht die Intrigität unseres Kameraden Ring in Frage, aber mit ihm ist auch Latotzki betsätigt worden!
Wenn also die Wahl ungültig sein sollte, dann müßte Kamerad erneut satzungagemäß gewählt werden. Latotzki müßte sich erneut den Mitgliedern stellen......

Zum letzten Beitrag 12 heißt ich liebe Dich.
Man stelle sich einmal vor, der Vernehmer wäre abgehört oder filmisch von seinen eigenen Kollegen überwacht worden, diese Möglichkeit war jedem Vernehmer auch bewußt. Der oberste Chef Mielke hätte diesen abtrünnigen Tschersinski verbutteln lassen, den hätte man heute noch nicht gefunden!
Eine 12 auf Papier gemalt kann auch heißen: Du bist gemein (12).
Wir wissen, es gab nur einen Code, A=1 und Z=26!
Es ist das Außergewöhnliche, das Unvorstellbare worauf die Medien abheben und für vermeintliche Einschaltquoten ist (fast) jede Geschmacklosigkeit willkommen. Die Kassen sind voll durch unsere Zwangsabgabe bei der GEZ.
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Kronzeuge
Ganz besonders aktiver Kamerad


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BeitragVerfasst am: 19.04.2008, 11:37    Titel: Was wäre wenn? Antworten mit Zitat

Was wäre ... wenn...
Nehmen wir einmal an, es gäbe eine Dachorganisation aller Opferverbände deren Namen es wert ist, ausgesprochen zu werden. Nehmen wir weiter an, es hätte zwischen den einzelnen Vereinen und Verbänden nie Streit und Zank gegeben. Nehmen wir weiter an, deren gewählte und selbst ernannte Fürsten und Mandatsträger würden ganz uneigennützig nur für das Wohl ihrer Mitglieder sich verwenden und einsetzen.
Kommunismus in Perfektion wäre in dieser Organisation ausgebrochen und verwirklicht. Die Tatsache, dass dieser Zustand immer eine Utopie bleiben wird, beruhigt ungemein. Stellt Euch nur vor, die alten SED Kader erleben ihre früheren Feinde in friedlicher Harmonie vereint und gestärkt.
Nicht auszudenken deren Folgen. Glauben doch diese Gutmenschen, nach ihren selbstverursachten Bankrott des Sozialismus in der DDR, weiterhin an das Himmelreich auf Erden und an die Vollkommenheit der Menschen im Kommunismus. Bis jetzt war für diese „Heilsbringer des Teufels“ diese Vorstellung nur in ihrer verkommenen Fantasie verwirklicht.
Da vereinen sich ihre Gegner und Feinde sich friedlich und kämpfen ohne Zank und Hader für ihre Anlegen und berechtigte Forderungen. Sie sehen eine Organisation, in der jeder Funktionär nur an das Wohl der Allgemeinheit denkt und danach handelt. Für diese Weltverbesserer bricht eine Welt zusammen. Sie erleben, noch auf Erden, der Kommunismus funktioniert tatsächlich. Nicht sie waren es, die ihn verwirklichten, sondern die Menschen, welche sie einst als Staatsfeine verfolgten und bekämpftten. Eine nie gekannte Suizidwelle unter den früheren SED Funktionären wäre die logische Folge.
Jetzt wissen wir, warum sie lieber ihre üppige Rente, vom Klassenfeind* finanziert genießen, als sich vor einen Zug zu werfen, von einer Brücke zu springen, oder sich einfach in der Spree zu ersaufen wollen. *Ihre Arbeiter und Bauern Paradies führten sie selbst in den Bankrott, sodass von dieser Stelle ihnen kein roter Heller gezahlt werden kann.
Letztlich sind wir es, mit unserem Streit und allen diesen Folgeerscheinungen, die sie daran hindert, mit eigener Hand ihr jämmerliches Leben zu beenden.

Ihr seht, meine Freunde, es kommt nur auf die Perspektive an, wie der Mensch seine Umwelt betrachtet. Für uns brachte der Streit und die Zwietracht in unseren Vereinigungen nicht viel Positives. Für unsere Gegner die Möglichkeit, weiter für deren Hirngespinnste und zum Schaden der Menschheit, ihr kümmerliches Dasein zu retten, um im Staate des Klassenfeindes zu überleben.

Nehmen wir weiter an, diese nur in unserer Fantasie bestehende Dachorganisation aller Opferverbände hätte gelernt eine tatsächliche Lobbyarbeit zum Wohle seiner Mitglieder zu leisten.
Unter welchen Vorraussetzungen hätte unser Wunschdenken Wirklichkeit werden können?
1.Der Name spielt eine entscheidende Rolle!
2.Daher rufen ich Euch auf, findet einen Namen, welcher alles Positive aussagt und trotzdem keinerlei negativen Assoziationen enthält.
3.Sitz des Dachverbandes . Hier kommt nur Berlin in Frage.
4.Struktur. Ein effektiv arbeitender Dachverband kann nicht von Amateuren geleitet werden. Ein hauptamtlicher Geschäftführer mit der nötigen Ausbildung ist erforderlich.
Dazu gehört ein Büro wenigstens besetzt mit einer ausgebildeten Vollzeitkraft und einer Halbtagsbeschäftigten., neben einer Reinigungkraft.
Computer, Fax und Telefonanschluss ist selbstverständlich.
5.Ein Jurist gehört in den Vorstand. Er sollte, wie alle Mitglieder nicht stasibelastet und anerkannter Verfolgter der SED Diktatur sein.
6.Eine Mitgliedschaft des Dachverbandes im VdK wäre hilfreich. Speziell für Rentenberatungen und soziale Hilfe.
7.Mitglieder der einzelnen Vereine, welche aktive an der Aufarbeitung der des DDR Unrechts sich beteiligen, müssen die Möglichkeit erhalten, ihre geschriebenen Beiträge, nicht nur im Mitteilungsblatt des Dachverbandes zu veröffentlichen, sondern sich direkt im Internet im Forum des Verbandes sich zu betätigen und dem Vorstand aktiv eine fruchtbare Zuarbeit anbieten und verwirklichen können.
8.Aufgaben des Geschäftsführers: Leitung des Büros. Erstellung und Führung einer Datenbank der Presseartikel und Videobeiträge welche die Thematik der DDR behandeln. Dazu gehört ebenfalls das Speichern und archivieren von allen diesbezüglichen Fernsehsendungen und Nachrichten. Hier könnten ehrenamtliche Mitglieder im Lande eine aktive Zuarbeit leisten.
Die Koordinierung aller Termine und Interviews des Vorstands. Er sollte sehr guten
Kontakt zur Presse pflegen, damit der Dachverband, wenn erforderlich, sich
aktiv sich an der Meinungsbildung des Volkes und der Politiker beteiligen kann. Der
Dachverband muss vor den Entscheidungen der Politik seine Ansichten den
verantwortlichen Entscheidungsträgern übermitteln können.
Dazu gehört eine aktive Lobbyarbeit mit direktem Kontakt zu den Angeordneten.
9. Der Dachverband muss in Berlin und Deutschland präsent sein. Dazu gehören
Informationsveranstaltungen, wie Infostände in den Städten und was ich für ganz
wichtig erachte, einen Dauerinfostand vor dem Reichstag in Berlin.
Diese riesige Feld der Informationsübermittlung dürfen wir nicht einem einzelnen
Kameraden überlassen. Obwohl seine Arbeit lobens-und bewunderungswert ist, sind dessen
Ansichten nicht immer mit den Richtwerten aller Mitglieder vereinbar.

Es ist so wichtig, präsent zu sein. Nicht nur im Vereinsregister und bei der Bank, mit dem Konto des Vereins. Wir müssen aktiv uns der Öffentlichkeit zeigen. Dazu gehört, zwischen den Infoständen der Parteien bei deren Wahlkampagnen unser Ansichten, Lob und Kritik dort in der Öffentlichkeit zu vertreten. Ich nenne das neben der Informationsübermittlung .. Imagepflege.

Was wäre wenn.... leider enden Märchen im mit dem wunderschönen Satz: und wenn sie nicht gestorben sind... dann leben sie noch Heute!
19.04.08
Kronzeuge
Übrigens, es ist heute mein Hochzeitstag.
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Widerstandskämpfer und politischer Gefangener der des SED Unrechtstaates 1974 /75 Schwarze Pumpe inhaftiert wegen § 213
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Matte
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BeitragVerfasst am: 25.04.2008, 15:41    Titel: Versäumnis? Antworten mit Zitat

Ein Kamerad des BSV , der kein Internet hat, rief mich an und erklärte, er hätte sich mal die Mühe gemacht, den Delegiertenschlüsses des BSV und die offizielle Mitgliederzahl näher zu betrachten. Demnach wäre selbst dann, wenn wirklich a l l e Delegierten des BSV am 12. April in Berlin anwesend gewesen wären, der Zusammenschluss nicht zustande gekommen, weil man trotz allem nicht die nötigen 75% erreicht hätte. Vor diesem Hintergrund stellt der Kamerad die Frage, ob denn der BSV-Vorsitzende als gelernter Bankfachmann nicht in der Lage war, das vorher selbst auszurechnen? Dann hätte man sich den ganzen Aufwand und die damit verbundenen Kosten sparen können.
Matte
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BeitragVerfasst am: 25.04.2008, 19:13    Titel: Wem nützt es? Antworten mit Zitat

Die Frage aller Fragen ist nicht die Frage nach dem Ei, oder der Henne. Frage zuerst, wem nutzt etwas! Kannst du diese Frage beantworten, hast du die Lösung! So einfach ist es im Leben.
Daher fragen wir uns, wem nützte das Theater der seltsamen Wahl?
Die Lösung scheint mir in der Bereitstellung von Tagungsgelder und Übernachtungskosten, sowie Fahrtkosten zu liegen.
Außer Spesen, nichts gewesen!
Gruß Reporter
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