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Antifaschismus-Lüge

 
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Bernd Stichler
Ganz besonders aktiver Kamerad


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BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 22:44    Titel: Antifaschismus-Lüge Antworten mit Zitat

Nicht überall, wo " antifaschistisch " draufsteht, ist auch "antifaschistisch" drin. Man muß nur mal etwas tiefgreifender darüber nachdenken, dann erkennt man auch die Zusammenhänge. Es ist nun mal so auf unserer Welt, alles spielt sich nach den Naturgesetzen ab. Das kann auch der Mensch nicht ändern, obwohl er es immer wieder versucht und dabei Schiffbruch erleidet.
Die Naturgesetze beziehen sich aber nicht nur auf Gebiete wie Chemie, Physik oder Biologie sondern unser ganzes zwischenmenschliches und gesellschaftliches Zusammenleben unterliegt den naturgesetzen. Auch dann, wenn wir es garnicht bewußt wahrnehmen. Und so ist es auch ein Naturgesetz, daß es auf unserer Welt n i c h t s gibt, was nur eine Seite hat.
Jedes Ding hat zwei Seiten. Es gibt kein Hoch ohne Tief, es gibt kein Laut ohne Leise, es gibt kein Hell ohne Dunkel, es gibt kein Gut ohne Böse und so gibt es auch kein Rechts ohne Links und damit auch kein Braun ohne Rot. Das bedeutet in der Schlussfolgerung, daß jede Medaille zwei Seiten hat und davon ist auch die faschistische Medaille betroffen. Die eine Seite ist braun und die andere Seite ist rot. So gesehen ist der Kommunismus nichts anderes als die Kehrseite der faschistischen Medaille, der Kommunismus ist eine Variante des Faschismus. Obwohl diese Erkenntnis
für viele unserer Kameradinnen und Kameraden ungewohnt erscheint, sollten sie doch mal in aller Ruhe darüber nachdenken. Besonders über Menschheitsverbrechen, die der Kommunismus in weitaus größerem Umfang begangen hat als der Nationalsozialismus. Laut Schwarzbuch! Wer
also ein Hitlergegner ist, muß noch lange kein Antifaschist sein, wenn er kein Demokrat ist. Auch ein Ernst Thälmann war k e i n Antifaschist, sondern Hitlergegner. Und das nicht etwa aus humanitären Gründen sondern aus gewöhnlicher , billiger Konkurrenz. Nur wirkliche Demokraten sind Antifaschisten. Infolge dieser Erkenntnis scheiden schon einige Parteien automatisch aus dem demokratischen Spektrum aus. Hier möchte ich nochmals eindringlich auf den Ettikettenschwindel hinweisen, den manche Partei betreibt wenn sie sich in ihrem Parteinamen als " Demokratisch" bezeichnet. Nicht der Parteiname ist ausschlaggebend, sondern : "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen"! Wir selbst haben sie schon längst erkannt und wissen Bescheid. Es besteht jedoch die Gefahr, daß ein leider zu großer Teil der Deutschen- des selbstständigen Denkens entwöhnt- den roten Faschisten
auf den Leim geht. Hoffen wir, daß die Vernunft siegen wird.
Bernd Stichler
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Bernd Stichler
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BeitragVerfasst am: 11.03.2008, 21:21    Titel: Stichwort: Ernst Thälmann Antworten mit Zitat

Währen meiner zehnjährigen Amtszeit als Landesvorsitzender und Bundesvorsitzender in der VOS habe ich auch erleben müssen, daß Kameraden aus den neuen Bundesländern bei der bloßen Nennung des Namens " Ernst Thälmann" fast vor Ehrfurchrt erstarrt sind. Das war die Wirkung, welche die fortwährende SED-Propaganda im Unterbewußtsein der Menschen erzeugt hat. War aber nun ein Ernst Thälmann wirklich der gütige
Menschenfreund, den man uns damals vorgegaukelt hat? Auf alle Fälle war er
erstmal Kommunist und damit kein Demokrat. Und weil er Kommunist war,
vertrat er den roten Faschismus. Wir wissen heute, daß Thälmann im Falle eines Wahlsieges der Kommunisten aus Deutschland eine Sowjetrepublik machen wollte. Seit dem Schwarzbuch des Kommunismus wissen wir auch um die Zahl der Menschenopfer, die der Kommunismus verursacht hat. Unsere verstorbenen und noch lebenden Kameradinnen und Kameraden aus
SMT-Zeiten haben die Sowjet-Lager am eigenen Leibe verspürt und wissen, was ein Thälmann dem deutschen Volk beschert hätte. Denn im Falle von Thälmanns Wahlsieg hätte es keinen * als Reichskanzler gegeben. Da nun die Naziherrschaft aufgrund des verlorenen Krieges nach 12 Jahren zu Ende war kann sich jeder ausrechnen, daß eine kommunistische Herrschaft ohne Krieg Jahrzehnte gedauert hätte. Und diese Schreckensherrschaft hätte nicht nur Mitteldeutschland sondern ganz Deutschland betroffen. Und alles mit Straflagern nach sowjetischem Vorbild. Der Streit zwischen * und Kommunisten während der Weimarer Republik ging auch damals schon einzig um die Macht. Mit sachlichen Inhalten wie Humanität und Menschlichkeit hatte das nichts zu tun, auch nicht bei den Kommunisten. Es kommt noch hinzu, daß Thälmann ein erklärter Stalinanhänger war. Da kann sich jeder mal im Stillen überlegen, ob Thälmann wirklich ein Antifaschist war oder bloß Hitlers schärfster Konkurrent. Aber Thälmanns Enkel greifen heute nach der Macht und hier müssen alle demokratischen Kräfte zusammenstehen um das zu verhindern! Im Namen der Menschlichkeit!
Bernd Stichler
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ReiBin
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BeitragVerfasst am: 12.03.2008, 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Die Kommunistische Partei Deutschlands (DKP) war die Fünfte Kolonne Stalins in Deutschland und sollte auf Befehl und mit Unterstützung der Sowjets die Macht in Deutschland an sich reißen.

Zur Durchsetzung dieser Pläne gründete die KPD schon 1924 den Roten Frontkämpferbund (RFB), das war ein paramilitärischer Kampfverband, die Funktionäre der KPD hielten sich meist zum Befehlsempfang in Moskau auf und wurden dort für eine Übernahme der Regierung in Deutschland vorbereitet und geschult. So wie z.B. Ulbricht und andere Vaterlandsverräter.

Weil die subversiven Umtriebe der KPD von einer ausländischen Macht befohlen, gesteuert und unterstützt wurden und weil sie darauf abzielten, in Deutschland eine Vasallenregierung Moskaus einzusetzen, mußten die Kommunisten deshalb zum Schutz des deutschen Staates mit allen gebotenen Mitteln als Agenten einer ausländischen Macht bekämpft werden.
_________________
In der ehemaligen DDR 1961 bis 1964 Haft wegen so genannter fortgesetzter staatsgef�hrdender Propaganda und Hetze
(� 19 Abs. 1 Ziff. 2 StEG)
Wehrdienstverweigerer und von Anfang an Mitorganisator und Teilnehmer der Montagsdemos in Leipzig, mit denen die Macht des SED-Regimes gebrochen und der Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands freigek�mpft wurde.


Zuletzt bearbeitet von ReiBin am 25.08.2008, 19:57, insgesamt einmal bearbeitet
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ReiBin
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BeitragVerfasst am: 29.03.2008, 12:08    Titel: DIE LÜGE VON EINEM üBERFALL AUF DIE AHNUNGSLOSE SOWJETUNION Antworten mit Zitat

Eine der größten Lügen, die zwar von ernsthaften Historikern längst widerlegt wurde, aber trotzdem jahrzehntelang krampfhaft den Deutschen eingehämmert und angelastet werden soll, wird jetzt selbst von den Systemmedien widerlegt. Nämlich die plumpe Lüge, die Wehrmacht hätte 1941 einfach die ach so friedliebende und ahnungslose Sowjetunion überfallen.

Wie aber in einem Artikel vom 15.03.08 in "WELT ONLINE" erklärt wird, plante Stalins Sowjetunion schon Ende der 20er Jahre einen Angriffskrieg gegen Deutschland und bereitete diesen Überfall massiv vor.

Es wird in dem Artikel allerdings wahrheitswidrig behauptet, *-Deutschland hätte inmitten dieser Vorbereitungen, am 22. Juni 1941 die Sowjetunion überfallen, ohne dass * und seine Generäle von den auf Hochtouren laufenden sowjetischen Kriegsvorbereitungen in ihrer Gesamtheit etwas geahnt hätten. Was für eine plumpe Lüge!

So als wenn *-Deutschland seit den 20er Jahren überhaupt nichts von den massiven Vorbereitungen der Sowjetunion für einen Angriffskrieg gegen Deutschland bemerkt hätte. Gerade weil das der deutschen Führung unmöglich geheim bleiben konnte und weil Stalin im Frühjahr 1941 unbestreitbar dabei war, entlang der deutsch-sowjetischen Grenze die größte Invasionsarmee aller Zeiten aufzubauen, um im geeigneten Moment seinen deutschen Verbündeten zu überfallen, gerade deswegen mußte die Wehrmacht zur Abwendung dieser Gefahr mit einem Verteidigungsschlag diese Interventionsarmee an der deutsch-sowjetischen Grenze zerschlagen. Die Rote Armee hatte vorher schon Finnland und alle baltischen Staaten überfallen.
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Kampfplatz Deutschland

Neue Forschungen belegen: Nicht nur * plante einen Angriffskrieg auf die Sowjetunion. Auch Stalin rüstete früh auf zum Kampf gegen den Westen

Die internationale Forschung ist sich seit Jahrzehnten darüber einig, dass mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 ein ideologisch bedingter Angriffskrieg begann, der als Vernichtungs- und Lebensraumkrieg geplant und durchgeführt wurde. Die sowjetische Propaganda stellte diesen Überfall entsprechend heraus, blendete aber zugleich das fast zwei Jahre währende deutsch-sowjetische Kriegsbündnis und vor allem die eigenen Angriffsabsichten aus.

Die neuesten Aktenfunde in den Moskauer Archiven belegen nämlich, dass die Sowjetunion seit dem Ende der 20er-Jahre, besonders intensiv nach dem sogenannten Schwarzen Freitag (Beginn der Weltwirtschaftskrise, 25. Oktober 1929), zum ideologisch bedingten Vernichtungskrieg gegen den Westen massiv aufrüstete. Stalin und seine Genossen gingen davon aus, dass die Krise bald in einen "imperialistischen Krieg" münden würde, der wiederum die Voraussetzungen für den revolutionären Angriffskrieg schaffen würde.

Im Januar 1930 entwarf der spätere Marschall Michail Tuchatschewski die Konzeption des "Vernichtungskriegs" gegen den Westen, die einen massenhaften Einsatz von Panzern (50 000), Flugzeugen (40 000) sowie den "massiven Einsatz von chemischen Kampfmitteln" vorsah. Das Ziel des Angriffskrieges war, die kommunistische Herrschaft in Europa und der Welt mit Waffengewalt zu verbreiten.

Und Deutschland kam in den Plänen der Bolschewiki für die Weltrevolution die Schlüsselrolle zu, und zwar aufgrund seines Industriepotenzials, der Stärke seiner Arbeiterschaft, der künftigen disziplinierten Soldaten der Revolution sowie der geopolitischen Lage im Zentrum Europas. Für die Bolschewiki war Deutschland der Schlüssel zur Beherrschung Europas. Auf dem Weg dahin war allerdings das antikommunistische Polen zu überwinden.

Im Laufe des Jahres 1930 gelang es Tuchatschewski, Stalin für seine Idee des Vernichtungskrieges zu gewinnen. Ab Herbst 1930 wurden die sowjetischen Streitkräfte nach dieser Konzeption tief greifend umstrukturiert und umgerüstet sowie massiv ausgebaut. Die Rote Armee wuchs von 631 000 Soldaten im Jahre 1930 auf 1 033 570 im Jahr 1934 an; die Zahl der Flugzeuge stieg von 1149 auf 4354, die der Panzer von 92 im Jahr 1928 auf 7574 im Jahr 1934. Nach 1934 setzte die UdSSR die massive Aufrüstung fort. 1939 bestand die Rote Armee aus 1 931 962 Soldaten, sie verfügte über 10 362 Flugzeuge und 21 110 Panzer.

Zeitgleich erfolgte der rasante Aufbau der sowjetischen Kriegswirtschaft. Moderne Technologien, Anlagen und Waffenprototypen wurden im Westen eingekauft, finanziert mit Rohstoffexport (u. a. Getreide, Holz) und sogar mit gesteigertem Wodkaverkauf innerhalb des eigenen Landes.

Die ideologisch bedingte Expansion war nicht nur eines der Hauptmerkmale, sondern vielmehr das Hauptwesen des ersten kommunistischen Staates, den die Bolschewiki auf den Trümmern des russischen Zarenreiches errichtet hatten, und zugleich identitätsstiftende Grundlage des internationalen Kommunismus. Den Sieg der kommunistischen Revolution in Russland betrachteten die bolschewistischen Anführer als den ersten Schritt zur Weltrevolution, und sie meinten das sehr ernst. Die heute zugänglichen Quellen aus den russischen Archiven, die teilweise veröffentlicht sind, lassen keinen Zweifel darüber, allerdings sind diese im Westen wenig bekannt, geschweige denn rezipiert.

Diese Verweigerung gegenüber den historischen Fakten und Quellen ist zum einen durch ideologische und politische Verblendung zu erklären, zum anderen wohl durch die Angst, dies würde den deutschen Vernichtungskrieg gegen die UdSSR relativieren. Dass jedoch dies die Verfälschung der historischen Fakten rechtfertigt, ist stark zu bezweifeln. Mit wissenschaftlichen Grundsätzen ist es jedoch keinesfalls vereinbar.

Es verwundert daher nicht, dass die heutige westliche Forschung die sowjetische Propaganda von der angeblich defensiven, ja "friedliebenden" Außenpolitik der Sowjetunion weitgehend widerspiegelt. Die damalige sowjetische militärische Kriegstaktik wird nach wie vor als "offensive" beziehungsweise "Vorwärtsverteidigung" beschrieben, ein Kunstgriff der sowjetischen Propaganda, auf den zahlreiche westliche Forscher und Autoren hereinfielen, ich selbst nicht ausgenommen. Erst die umfassende und äußerst spannende Lektüre einschlägiger Dokumente in den Moskauer Archiven hat mich veranlasst, meine durch die westliche Forschung und kommunistische Propaganda geformte Meinung zu revidieren und weiterzuforschen.

Erstaunlicherweise sind russische Historiker in dieser Hinsicht viel aufgeschlossener. Für nicht wenige von ihnen ist nicht die Frage interessant, ob Stalin Deutschland angreifen wollte, denn davon gehen sie aus, sondern wann er das beabsichtigte. Dies gilt natürlich nicht für die Geschichtspolitik des heutigen russischen Staates, die weiterhin auf die Propagandaparole von der "friedliebenden" Sowjetunion setzt.

Tatsache ist aber, dass ab 1930 die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft der Sowjetunion dem einen Ziel, den massiven Vorbereitungen zum revolutionären Eroberungskrieg, untergeordnet wurde. Um das durchzusetzen, überzogen die sowjetischen Kommunisten das ganze Land mit beispiellosem Massenterror gegen diejenigen, die diese Vorbereitungen "sabotieren" und im künftigen Krieg das eigene Hinterland gefährden könnten.

Anfang 1930 ließ Stalin auch die Zwangskollektivierung entscheidend beschleunigen und zugleich einen Vernichtungsfeldzug gegen die Bauern beginnen, um den breiten Widerstand gegen die Kollektivierung zu brechen. Es ging darum, sich uneingeschränkten Zugriff auf die bäuerlichen Erträge zu sichern, um damit die gigantische Aufrüstung zu finanzieren. In die kommunistischen Konzentrationslager wurden Hunderttausende Bauern und andere konterrevolutionäre Elemente eingewiesen oder gleich erschossen. Etwa 1,5 Millionen Menschen (meistens Kinder und Frauen) verschleppten die sowjetischen Kommunisten in den Jahren 1930/31 in die unwirtlichen Tiefen des Riesenreiches. Hunderttausende von ihnen starben in der Verbannung an Hunger, Kälte, Krankheiten und Entkräftung. Die meisten Opfer waren Kinder. In manchen Verbannungsorten betrug die Kindersterblichkeit im Frühjahr 1930 und 1931 um zehn Prozent im Monat.

In den Jahren 1932 und 1933 folgte der Große Hunger, den Stalin und seine kommunistischen Genossen nachweisbar künstlich hervorgerufen hatten. Etwa zehn Millionen Menschen starben damals, davon etwa fünf bis sechs Millionen Ukrainer. Der Große Hunger war die größte demografische Tragödie in Europa in Friedenszeiten seit dem Mittelalter. Und die westliche Öffentlichkeit ignorierte diese ungeheuerliche menschliche Katastrophe weitgehend, schlimmer noch, es gab im Westen genug als fortschrittliche geltende Intellektuelle, die diese Massenverbrechen rechtfertigten und verharmlosten.

Stalin, seine Genossen und der gesamte kommunistische Bürokratieapparat verwandelten in den 30er-Jahren die Sowjetunion in ein gigantisches Zwangsarbeitslager, und das alles nur zu dem einen Zweck, das Land auf einen langjährigen revolutionären Eroberungskrieg vorzubereiten.

Die rasant steigende Masse an Kriegsmaterial und -ausrüstung ging allerdings nicht mit einer entsprechenden Qualität einher. Flugzeuge und Panzer wurden mit groben Produktionsmängeln ausgeliefert und waren vor allem ausgesprochen pannenanfällig. So verlor die sowjetische Luftwaffe in den Dreißigerjahren bei den unzähligen Unfällen über 2000 Flugzeuge, etwa 1000 Piloten kamen dabei ums Leben. Und von den etwa 7000 Panzern im Jahre 1933 waren nur wenige wirklich einsatzfähig. Die Soldaten waren hingegen schlecht ernährt, bekleidet, ausgebildet und geführt, zudem mangelte es ihnen an Motivation. Sie waren keineswegs willige Soldaten der kommunistischen Revolution. Ähnlich kritisch stand es um die Kriegswirtschaft. Unzählige Ausfälle, Pannen und Unfälle waren die Folge, die grundsätzlich als Sabotage gedeutet und geahndet wurden.

Der große Terror der Dreißigerjahre hat seine Wurzeln in den nicht wie geplant verlaufenden Kriegsvorbereitungen und den dabei erlittenen Rückschlägen. Er entwickelte Eigendynamik und erfasste nach und nach alle Bereiche von Staat und Gesellschaft. Tief greifende Säuberungen innerhalb der Roten Armee, des Partei-, Staats-, Wirtschafts- und Sicherheitsapparats folgten in den Jahren 1937 und 1938. Am meisten betroffen war jedoch nach wie vor die bäuerliche Bevölkerung, die zu Sklaven des kommunistischen Bürokratieapparates degradiert wurde.

Die Weltwirtschaftskrise mündete nicht in den "imperialistischen Krieg", wie Stalin gehofft hatte. In Deutschland kam Adolf * an die Macht, wozu Stalin und die deutschen Kommunisten nachweislich und nicht unwesentlich beitrugen. * baute seine Macht zur Diktatur aus und rüstete Deutschland in wenigen Jahren wieder auf. Stalin hielt jedoch die antisowjetische Rhetorik Hitlers für ein Täuschungsmanöver, um Frankreich "einzulullen", wie er es im Jahre 1935 formulierte. Stalin ging davon aus, dass das vorrangige Ziel Hitlers die Wiedereroberung der nach dem Ersten Weltkrieg verlorenen Gebiete sei, was ja in einen "imperialistischen" Krieg münden musste. Die Ereignisse der Jahre 1938 und 1939 schienen Stalin recht zu geben.

Es verwundert daher nicht, dass Stalin die Vorbereitungen zum Angriffskrieg gegen den Westen noch intensivierte. Daran änderte auch die Erschießung Tuchatschewskis und seiner engsten Mitarbeiter im Juni 1937 nichts. Der Pakt mit * vom 24. August 1939 bedeutete für Stalin nur ein vorübergehendes Zweckbündnis, genauso wie für *. Stalins Ziel war es, Europa in einen Krieg zu stürzen und die westlichen Länder ausbluten zu lassen, um im geeigneten Moment anzugreifen, wie aus seinen eigenen Aussagen und denen seiner Vertrauten hervorgeht. Stalins Rechnung ging im September 1939 auf, der ersehnte Krieg in Mittel- und Westeuropa brach aus.

Der Pakt mit * ermöglichte es Stalin zugleich, die kommunistische Herrschaft über die Grenzen der UdSSR hinaus zu verbreiten. Im September 1939, mit dem Überfall auf Polen, schlug die Sowjetunion den Weg der "offensiven Politik", das heißt des revolutionären Eroberungskrieges, ein, den die Sowjetunion immer verfolgt hatte, wie Andrej Schdanow, einer der engsten Mitarbeiter Stalins, am 4. Juni 1941 in einer Sitzung im Kreml unmissverständlich formulierte. Pazifistisch sei lediglich die sowjetische Propaganda gewesen, erklärte Schdanow.

Spätestens ab Ende 1940 bereitete sich Stalin nun sehr intensiv auf den Angriff auf Deutschland vor, wobei er trotz zahlreicher Warnungen nicht an die Deutschlands Entschlossenheit glaubte, schon bald an zugreifen. Er ließ die Armee noch einmal grundlegend umstrukturieren, ausbauen und umrüsten. Im Frühjahr 1941 war Stalin unbestreitbar dabei, entlang der deutsch-sowjetischen Grenze die größte Invasionsarmee aller Zeiten aufzubauen, um im geeigneten Moment seinen deutschen Verbündeten zu überfallen.

Neue Flugplätze an der deutsch-sowjetischen Grenzen wurden gebaut und alte ausgebaut, die serienmäßige Produktion von Kampfflugzeugen und Panzern aufgenommen, um die Streitkräfte im Laufe des Jahres 1941 umzurüsten. Die Eisenbahnlinien und Straßen bis zur deutschen Grenze hin wurden ausgebaut, Vorräte an Lebensmitteln, Treib- und Rohstoffen für den künftigen Krieg angelegt. Auch eine polnische Division ließ Stalin im Juni 1941 errichten, die im Krieg gegen Deutschland eingesetzt werden sollte. Der Hauptstoß sollte ja durch das deutsch besetzte Polen gehen.

Inmitten dieser Vorbereitungen, am 22. Juni 1941, überfiel *-Deutschland die Sowjetunion, ohne dass * und seine Generäle von den auf Hochtouren laufenden sowjetischen Kriegsvorbereitungen in ihrer Gesamtheit etwas geahnt hatten. Sie waren vor dem 22. Juni 1941 über den Stand der Kriegsvorbereitungen nicht "im Bilde", wie es * am 19. August 1941 in seinem Tagebuch formulierte.

Der deutsch-sowjetische Vernichtungskrieg, denn auch die Sowjetunion führte ab September 1939 einen solchen Krieg, war durch die Ideologie der beiden Systeme programmiert. * sah in den sowjetischen Territorien den künftigen "Lebensraum" für das deutsche Volk. Stalin dagegen betrachtete Deutschland als Schlüssel zur Beherrschung Europas und der Welt. Der Überfall auf die UdSSR endete für Hitlers Deutschland mit der totalen Niederlage, die Sowjetunion konnte aber ihre Herrschaft bis an die Elbe ausbreiten - und sich dazu noch mit dem Nimbus des Befreiers von der "faschistischen" Terrorherrschaft schmücken, der bis heute gepflegt wird.

Quelle: http://www.welt.de/welt_print/article1802258/Kampfplatz_Deutschland.html
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Zuletzt bearbeitet von ReiBin am 06.05.2008, 09:34, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Matte
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BeitragVerfasst am: 01.04.2008, 20:33    Titel: Wirtschaftliche Interessen Antworten mit Zitat

Als der Kommunismus zusammenbrach glaubten viele von uns, jetzt würde mit so manchem Polit-Märchen Schluss gemacht werden, wie z.B. mit der
Katyn-Lüge. Aber die immer zweifelhafter werdende Version des " heimtückischen Überfalls auf die Sowjetunion" hat sich in die Bundesrepublik hinübergerettet. Sie wird auch weiterhin als historische Wahrheit verkauft werden, weil Putin das so wollte und sein Nachfolger das auch so will. Und weil hier erhebliche wirtschaftliche Interessen im Spiel sind, wird Putins Wunsch prompt erfüllt. Wir brauchen doch auch in Zukunft noch russische Rohstoffe! So einfach ist das.
Matte
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Bernd Stichler
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BeitragVerfasst am: 02.04.2008, 12:51    Titel: Heuchelei und Dummheit Antworten mit Zitat

Peter Struck beschwert sich darüber, daß die Union kein Material für einen neuen NPD-Verbotsantrag bereitstellt. Warum soll es denn aber nur um ein Verbot der NPD gehen, warum geht es nicht auch gleichzeitig um ein Verbot der Linken? Würde man in absolut objektiver Weise die Untaten und Verbrechen beider Parteien gegenüberstellen käme der ehrliche und unbedarfte Betrachter zu dem Schluss, daß bei dieser Sachlage die Linke schon hätte verboten werden müssen, als sie noch PDS hieß. Aber soweit scheint Herr Struck als überzeugter Demokrat wohl nicht zu denken. Entweder er kann es nicht oder er will es nicht. Oder Beides! Der Genosse Struck ist ein entschiedener Verfechter der Willensbekundung, daß von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen dürfe. Darum wird Deutschland nach seinem Willen auch am Hindukush verteidigt und nicht, wie sonst allgemein üblich, an den Landesgrenzen. Aber mir ist da noch ein seltsamer Mensch aufgefallen, nämlich der Herr Ernst von der WASG. Während einer Diskussionsrunde bei Anne Will wurde von einigen Politikern der angeblich demokratische Charakter der Linken in Frage gestellt. Herr Ernst meldete sich gleich zu Wort und pries sich selbst als lebendiges Beispiel dafür an, daß die Linke jetzt wirklich demokratisch wär, denn andernfalls wäre er als Bayer in dieser Partei wohl kein Mandatsträger geworden. Ja glaubt denn dieser Traumtänzer wirklich, daß er aus Gründen der Demokratie ein Mandatsträger geworden ist? Sollte die Linke prozentual noch weiter zulegen und sich auch in den neuen Bundesländern richtig festigen dann wird es nicht lange dauern und einige westdeutsche Linksfunktionäre werden ganz schnell und entschlossen nach altbewährter Manier durch z u v e r l ä s s i g e K a d e r aus den neuen Bundesländern ersetzt. Wir kennen doch dieses Spiel bereits, oder?
Bernd Stichler
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ReiBin
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BeitragVerfasst am: 02.04.2008, 13:58    Titel: Die verlogene und totalitäre Parteiführung der Linken Antworten mit Zitat

Die verlogene und totalitäre Parteiführung der Linken

Was ein Direktkandidat der Linken zur verlogenen und totalitären Parteiführung sagt, kann man hier nachlesen.

http://www.sed.stasiopferinfo.com/phpBB2/viewtopic.php?t=1079

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Karl Schippendraht
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BeitragVerfasst am: 02.04.2008, 14:21    Titel: Die ändern sich nie Antworten mit Zitat

Es wäre pure Selbsttäuschung wenn man ernsthaft glauben würde, die Linke würde zur Demokratie finden. Die tun nur so. Wir wissen doch, was Ulbricht schon 1945 gesagt hat: Es muß demokratisch aussehen......". Und nach dieser Methode arbeiten die auch heute noch.
Karl Schippendraht
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ReiBin
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BeitragVerfasst am: 02.04.2008, 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

Nach Peter Strucks Willen sollen deutsche Soldaten die Sicherheit Deutschland weit entfernt von den Landesgrenzen auch am Hindukusch verteidigen, obwohl das die Mehrheit der Deutschen vehement ablehnt.

Und Nahost-Experte Professor Scholl-Latour weiß auch jetzt wieder viel besser als "unsere" verantwortungslosen Politiker, wohin die Entwicklung im Afghanistan-Konflikt führen wird.

„Dieser Krieg ist nicht zu gewinnen“
http://www.sed.stasiopferinfo.com/phpBB2/viewtopic.php?t=181&highlight=afghanistan


Derselbe Peter Struck hat 2003 als Bundesverteidigungsminister den bei der Truppe beliebten und verdienten Brigadegeneral Günzel ohne persönliche Ausprache in Unehren entlassen. Günzel hatte 2003 in einem Schreiben nur eine von weiten Teilen der politischen Öffentlichkeit sowie der Medien als volksverhetzend kritisierte Rede Martin Hohmanns zum Tag der Deutschen Einheit gelobt.

Es gab aber keine einzige Berechtigung, gegen Hohmann mit einer üblen und hysterischen Hetzkampagne vorzugehen, ihn wegen angeblicher Volksverhetzung zu diffamieren und aus seinen Ämtern zu entfernen. Die Rede, die er gehalten hatte, war nämlich gar keine Volksverhetzung.

Denn selbst unter dem hysterischen Druck der Politik und Medien, teilt die Staatsanwaltschaft Fulda diese Auffassung nicht und hat die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen Volksverhetzung gegen den Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann abgelehnt.

RECHT MUSS RECHT BLEIBEN!

HOHMANN REHABILITIERT

Dokumentation: Staatsanwaltschaft lehnt Ermittlungen ab


Die Staatsanwaltschaft Fulda hat die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann abgelehnt. Der CDU-Politiker war von mehreren Verbänden und Einzelpersonen wegen seiner Rede zum Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2003 im hessischen Neuhof unter anderem wegen Volksverhetzung und Beleidigung angezeigt worden. Eine strafrechtliche Würdigung der Rede habe jetzt ergeben, "daß keine Straftatbestände verwirklicht sind", so die Staatsanwaltschaft Fulda.

Hohmann war wegen seiner Rede aus der Unions-Bundestagsfraktion ausgeschlossen worden (die JF berichtete mehrfach). Mit der Entscheidung der Staatsanwaltschaft stehe nunmehr fest, so Hohmann in einer ersten Reaktion, daß er in seiner Rede keine rechtswidrigen Aussagen gemacht habe. Sachthemen sollten dem öffentlichen Diskurs nicht durch den Versuch der strafrechtlichen Stigmatisierung entzogen werden, erklärte der Abgeordnete. Kritik kam dagegen vom Zentralrat, der zu den Anzeigenerstattern gehörte. "Die Entscheidung der Fuldaer Staatsanwaltschaft stößt auf rechtliche Bedenken und ist auch moralisch nur schwer verständlich", erklärte der Präsident des Zentralrats, Paul Spiegel.

***

Die Mitteilung der Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Fulda vom 5. Februar 2004 - unterzeichnet von Staatsanwalt Harry Wilke - hat folgenden Wortlaut:

"Die Prüfung eines Anfangsverdachts gegen MdB Martin Hohmann wegen Volksverhetzung, Beleidigung und übler Nachrede auf die Anzeigen verschiedener Verbände und Einzelpersonen hat zur Ablehnung der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Fulda geführt. Eine strafrechtliche Würdigung der Rede des Angezeigten vom 03.10.2003 in Neuhof hat ergeben, daß keine Straftatbestände verwirklicht sind.

I.

Volksverhetzung im Sinne von § 130 Abs. 1 Nr. 1 und 2 StGB liegt nicht vor, da weder das Tatbestandsmerkmal 'Aufstacheln zum Haß' noch das des 'Angriffs auf die Menschenwürde' anderer erfüllt ist.

Die an der schlechten Finanzlage der öffentlichen Haushalte festgemachte Kritik des Angezeigten an weiteren Entschädigungsleistungen für * und andere Opfer des Nationalsozialismus verwirklicht im Lichte der Meinungsfreiheit keines der oben genannten Tatbestandsmerkmale.

Die Ausführungen des Angezeigten zum sogenannten "Tätervolk" sind in der Gesamtschau ebenfalls nicht tatbestandlich. Zum einen benutzt der Angezeigte bei seiner Äußerung den Konjunktiv und zum anderen relativiert er diese These durch die Feststellung, daß weder die Deutschen noch die * ein 'Tätervolk' seien.

Die Erwähnung der Erschießung von sieben Mitgliedern der 'Thule-Gesellschaft' durch Rotgardisten sowie die Bezugnahme auf die Vorfälle der sogenannten Münchner Räterepublik stellt keinen Angriff auf die Menschenwürde der deutschen * im Sinne der genannten Vorschrift dar. Der Gesamtinhalt der Rede bietet angesichts auch deutlicher Distanzierungen keine hinreichende Grundlage für die Annahme, der Angezeigte habe sich mit der nationalsozialistischen Rassenideologie identifizieren wollen. Im Gegenteil zeigen Passagen der Rede wie 'verheerenden und einzigartigen Untaten, die auf Hitlers Geheiß begangen wurden' und 'die verbrecherischen und verhängnisvollen 12 Jahre *-Diktatur' deutliche Distanzierungen auf. Im Zweifelsfall mehrdeutiger Äußerungen ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG NStZ 2003, 655) in einer Gesamtschau von der für den Angezeigten günstigsten Auslegung auszugehen. Eine Strafbarkeit gemäß § 130 Abs. 1 Nr. 2 StGB scheidet daher aus.

II.

Die Verbreitung der Rede im Internet stellt keine Straftat in Sinne von § 130 Abs. 2 StGB dar, da die übrigen Tatbestandsvoraussetzungen mit denen des § 130 Abs. 1 StGB identisch sind und - wie ausgeführt - nicht vorliegen.

III.

Ein Leugnen des Holocausts nach § 130 Abs. 3 und 4 StGB liegt ebenfalls nicht vor. Der Angezeigte leugnet weder den * an sich, noch bagatellisiert er nachweisbar die Einzigartigkeit und die wahre Dimension des unter nationalsozialistischer Herrschaft am jüdischen Volk verübten Völkermordes. Die Gesamtheit seiner Äußerungen stellt vielmehr in längeren Passagen seiner Rede die Einzigartigkeit des Holocausts heraus, zu dessen Wiedergutmachung 'sich die Mehrheit der Deutschen ganz ausdrücklich (bekennt), wobei Leid und Tod in unermeßlichem Maß nicht ungeschehen gemacht werden kann'.

IV.

Die Beleidigungsdelikte der §§ 185 bis 189 StGB sind nicht erfüllt, da der Angezeigte mit seinen Äußerungen die Grenze zur unzulässigen Schmähkritik nicht überschritten hat. Selbst der Einsatz starker Ausdrücke, polemisierender Wendungen und überspitzter 'plakativer' Wertungen ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung zur Grenzziehung zwischen Ehrenschutz und Meinungsfreiheit (vgl. BVerfG NJW 1993, 1462; BGH NJW 1987, 1398; OLG München NJW 1992, 1323ff.) zulässig, soweit die Kritik des Angezeigten zu den angesprochenen Problemkreisen noch - wie vorliegend - sachbezogen ist.

V.

Da die allein unter strafrechtlichen Gesichtspunkten zu bewertende Rede keine Straftatbestände erfüllt, war der Staatsanwaltschaft die Einleitung von Ermittlungen verwehrt (§ 152 Abs. 2 StPO).

Eine Unterrichtung des Bundestagspräsidenten im Hinblick auf die Immunität des Bundestagsabgeordneten war deshalb nicht erforderlich."


Die Justiz prüft und entscheidet letztendlich in einem Rechtsstaat, ob Hohmann ein Hetzer ist und das ist nicht irgendwelchen voreingenommenen Parteigängern oder politische Gruppierungen überlassen. Die Justiz hat geprüft und entschieden, Hohmann sei weder ein Hetzer noch ein Brunnenvergifter und daran haben sich alle Politiker und die Medien zu halten.

Alle gegen Hohmann und auch die in der Folge gegen Brigadegeneral Günzel eingeleiteten Maßnahmen waren deshalb Unrecht!

Als aktuelle Beispiele für weiteres Unrecht, stehen die ungerechtfertigten Maßnahmen gegen Eva Hermann
http://www.sed.stasiopferinfo.com/phpBB2/viewtopic.php?t=835

sowie gegen Oberstaatsanwalt Roman Reusch
http://www.sed.stasiopferinfo.com/phpBB2/viewtopic.php?t=1067

Das ist ein Verstoß gegen die im Grundgesetz garantierte Meinungsfreiheit

GRUNDGESETZ (GG)
für die Bundesrepublik Deutschland

Artikel 5
[Meinungs-, Informations-, Pressefreiheit; Kunst und Wissenschaft]

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

_________________
In der ehemaligen DDR 1961 bis 1964 Haft wegen so genannter fortgesetzter staatsgef�hrdender Propaganda und Hetze
(� 19 Abs. 1 Ziff. 2 StEG)
Wehrdienstverweigerer und von Anfang an Mitorganisator und Teilnehmer der Montagsdemos in Leipzig, mit denen die Macht des SED-Regimes gebrochen und der Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands freigek�mpft wurde.


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Kronzeuge
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BeitragVerfasst am: 24.04.2008, 18:56    Titel: Was wäre, wenn......... Antworten mit Zitat

Wenn, wäre und hätte…
Fakt ist, * kam 1933 durch das Versagen der demokratischen Kräfte in Deutschland an die Macht. Das Reichsermächtigungsgesetz, mit Zustimmung der damaligen Centrumspartei ( Vorläufer der CDU / CSU) ermöglichte * und seine Verbrecherbande erst den Terror legal in Deutschland zu etablieren.
Ich will mich nun ebenfalls mit dem Begriff: Wenn etwas spielen. Nehmen wir also an, Thälmann mit seiner „Rot Front“ und der KPD hätten die Regierungsgewalt in Deutschland erringen.
Was für Folgen hätte diese Machtübernahme bewirkt? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Bürgerkrieg, oder etwas abgeschwächt, einen Putsch der rechten Kräfte , wie Reichswehr und all deren Militärs.
Egal aus welcher Sicht wir die damalige Zeit, jetzt rückblickend betrachten, Deutschland war reif für eine Diktatur. Es ist eine geschichtliche Tatsache, dass tausende der KPD Anhänger 1933 mit fliegenden Fahnen in die **** eingetreten sind. Ob brauner Terror, brauner Faschismus, oder roter Terror, roter Faschismus, ihnen ging es nur um die Macht.
Es ist ebenfalls eine Tatsache, dass die Kommunisten sehr wohl, wenn auch nur in Einzelfällen sich zu Aktionsbündnissen mit der **** verbündeten.
Die Weimarer Republik war eine Notgeburt und ihr gelang es nie sich aus der Not zu befreien. Zu viele Kräfte, aller Lager fraßen an den Wurzeln der Demokratie. Sie wurde nie ein starker Baum, so blieb sie bis 1933 eine windschiefe Krüppelkiefer.
Verlassen wir ganz schnell das Wenn, Wäre und Hätte und kehren in die Gegenwart zurück.
Die Bundesrepublik konnte sich nur durch die massive Hilfe der Amerikaner zu dem Land entwickeln, das es bis in die beginnenden 70er Jahre war. Dann begann ein unaufhörlicher Zerfall der demokratischen Werte in der Politik in der Gesellschaft und letztlich setzte sich diese Tendenz bis in die Familien fort. ( Die Moral des unbedingten Profits schwappte schon Ende der 60er Jahre über den Teich). Was sind die Ursachen? Das Nachkriegsdeutschland hatte seit Anbeginn einen äußeren Feind. Ein äußerer Feind erspart den Menschen das Gespenst des inneren Feindes. Der Wohlstand für den einzelnen erreichte einen nie dagewesenen Höchststand. Vollbeschäftigung und eine starke D- Mark machte die Bürger des Landes zufrieden, satt und wohlgefällig.
Sie wollten nicht erkennen, dass ihre Politik sich auf Kosten der Zukunft des Landes aufgebaute. Mit der beginnenden Globalisierung und der Verknappung der Energie, sprich Oelvorräte, änderte sich das Glanzbild der Bundesrepublik. Gier und Rücksichtslosigkeit wurde zum Leitbild des Seins.
Immer mehr dominierte der Markt die Politik. Die Gesetze der brutalen Gewinnoptimierung entwickelten sich zur alles beherrschenden Strategie. Der „kleine Mann“, d.h. der normale Bürger blieb immer öfter auf der Strecke. Er konnte dem Tempo der gesellschaftlichen Umwälzung nicht mehr folgen. Gleichzeitig stieg der Reichtum einer kleinen Minderheit unaufhörlich. Der Turbokapitalismus zeigte seine blutige Fratze. Natürlich gehört in das Gesamtbild ebenfalls die Politik der „ Reichen Länder“ zu den damaligen Entwicklungsländern. Es führt hier zu weit und daher erwähne ich es nur am Rande.
Mit der Wiedervereinigung begann für die Deutschen eine frohe Zeit der Hoffnung. Von den 30 % der „Ostdeutschen SED Jünger, welchen eine Sowjetrepublik auf deutschen Boden als oberstes Ziel vorschwebte, mal ganz abgesehen. Bald wird sich allerdings zeigen, dass viele dieser kommunistischen Fantasten sich sehr schnell in die gesellschaftlichen Gegebenheiten der neuen Republik etablierten und noch schneller den Turbokapitalismus zu ihrer Heilslehre erklärten. Gleichzeitig sich bemühen, die demokratische Reste in diesem Staat zu beseitigen. Da diese Kommunisten im Kapitalismus nie Demokraten waren, kann man bei ihnen nicht von einer Abkehr der Demokratie sprechen, sondern von einem planmäßigen Neuinstallation der DDR für ganz Deutschland und der Errichtung einer neuen Diktatur. Wir können feststellen, sie verbündeten sich mit dem Kapital um mit Hilfe dieses Machtmittels Geld die Demokratie zu erwürgen.
Als eine Minderheit in Deutschland brauchen sie für ihre Pläne Teile der westdeutschen Gesellschaft. In unserer Gewerkschaft, in allen Parteien fanden und finden sie immer mehr Spießgesellen. Ein Bundeskanzler Schröder bereitete ihnen mit seinen Gesetzen den Weg. Eine Kohlregierung machte die Verbrecher Der SED Diktatur in der Bundesrepublik gesellschaftfähig. Eine „ Deutsche Justiz“ half ihnen und hilft weiter. Eine deutsche Wirtschaft scherte sich keinen Deut darum, frühere, belastete SED Schergen in leitenden Positionen zu hieven. Der Staat übernahm tausende frühere Funktionsträger der VP, der NVA, des Zolls der DDR, der Ministerien, der Volksbildung, der Kommunen und dem SED Verwaltungs -Apparat in den Staatsdienst. Diese früheren SED Genossen entwickelten sich zu einen Gespinnst , das längst wie ein Schimmelbelag die Verwaltungen und die Wirtschaft der Bundesrepublik erfasst hat.
Die Linke, als Nachfolgepartei der SED verstärkte sich mit den Protestwählern im Westen. Gleichzeitig wanderten die versprengten Kommunisten in dieses Lager. Bestehende Flügelkämpfe sind letztlich nur Alibis für ihre angebliche, demokratische Gesinnung.
Mit dem Erstarken der linken Kräfte, geht ein fortschreitender Vertrauensverlust in die etablierten Parteien einher. Korruptionssfälle und jahrelange Wahllügen sind eine Ursache dieses Verhalten der Wahlbürger. Die Menschen erkennen, dass zwischen den Reden und dem Handeln der Politiker sich riesige Klüfte öffneten. Es wird gelogen und betrogen wo Ehrlichkeit und Redlichkeit erforderlich wäre. Politiker schanzen sich Millionengehälter ,nach ihrem Ausscheiden aus der Politik, zu. Natürlich bereiteten sie sich diesen Wechsel noch im Regierungsamt vor. Korruption der besonderen Art.
Eine nie dagewesene Teuerungsrate erfasst das Land. Steuererhöhungen treffen den Normalverdiener und den sozial schwachen Bürger. Gleichzeitig genehmigen sich die Manager der Konzerne Millionengehälter, um trotzdem noch in großen Maße Steuern zu hinterziehen, oder Schwarzgelder in das Ausland zu verbringen. Bestechungsgelder werden in Milliardenhöhe gezahlt.
Politiker kleben auf ihren Sesseln bis sie für ihre Partei nicht mehr tragbar sind. Für die Gesellschaft sind diese Nichtskönner schon lange nicht mehr tragbar. Trotzdem müssen sie sie oft viele Jahre ertragen. Das deutsche Wahlrecht ist verstaubt und fördert die Lüge und den Betrug. Die derzeitige Wahlgesetzgebung der Direktwahl in Verbindung einer 50 % igen Listenwahl ist ein riesiger Nagel im Sang der Demokratie.
Ich beende diesen Aufsatz mit den Worten: Was wäre, wenn……..
Und ergänze ihn mit der Prognose: Wenn wir die Gesellschaft nicht ändern, ändert eine Minderheit die Gesellschaft.
Kronzeuge
24.04.08
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Bernd Stichler
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BeitragVerfasst am: 25.04.2008, 08:05    Titel: Schicksalsträchtige Verbindung Antworten mit Zitat

Um das Bild noch etwas abzurunden gestatte ich mir den Hinweis, daß wie Kamerad Kronzeuge richtig geschrieben hat, unser Land bis in die siebziger Jahre noch in Ordnung war. Für alle, die es inzwischen vergessen haben, möchte ich nochmal in Erinnerung bringen, daß der Zerfall einzusetzen begann, als sich erste Verbindungen zwischen SPD und AL ( heute Grüne) etablierten. Diese Verbindungen von SPD und Grünen haben den Niedergang unseres Landes mit verursacht!
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BeitragVerfasst am: 25.04.2008, 10:08    Titel: Dachlatte Antworten mit Zitat

Woher kamen die Grünen?
Ein Teil war der 68er Abschaum nicht nur in Berlin. Ich erlebte die Frankfurter Gruppe der DKP, KPD mit Cohn Bendit und Fischer. In ihrem kleinen Laden in Frankfurt schwafelten sie von der Revolution der Arbeiterschaft. Arbeiten, studieren? Fehleanzeige!
Dann kamen die Grünen in die hessische Politik -. ein Börner wollte sie mit der Dachlatte bekämpfen um dann doch den Fischer als ersten Minister ins Kabinett zu bitten! Macht macht süchtig und korrupt!
Viele der Grüne, der Gründergeneration, haten ihre ersten Sporen bei den Kommunisten erworben. Das sollten wir nie vergessen. So ein Trittin in Göppingen!
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ReiBin
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BeitragVerfasst am: 22.06.2011, 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Eine der größten Lügen, die zwar von ernsthaften Historikern längst widerlegt wurde, aber trotzdem jahrzehntelang krampfhaft den Deutschen eingehämmert und angelastet werden soll, wird jetzt selbst von den Systemmedien widerlegt. Nämlich die plumpe Lüge, die Wehrmacht hätte 1941 einfach die ach so friedliebende und ahnungslose Sowjetunion überfallen.


Geschichte

Mittwoch, 22.06.2011
Ein Überfall sieht anders aus

Von Heinz Magenheimer

Während die Forschung über die deutschen Kriegsvorbereitungen 1941 seit vielen Jahren ziemlich genau im Bilde ist, tappte man über das, was auf sowjetischer Seite ablief, lange Zeit im dunkeln. Erst die Freigabe russischer Dokumente in den neunziger Jahren und die Publikation wichtiger Akten erlaubten einen tiefen Einblick in die sowjetischen Kriegsvorbereitungen ab 1940. Schon der strategische Aufmarschplan vom 18. September 1940 ließ eindeutig eine starke Massierung von Panzer- und motorisierten Truppen im vorgeschobenen Frontbogen von Lemberg–Sambor–Strij erkennen, die nur Angriffszwecken dienen konnte.

Allein 93 Divisionen und drei Brigaden wurden für diesen Raum vorgesehen, während aus dem Frontbogen von Bialystok ein starker Nebenangriff geführt werden sollte. 159 Fliegergeschwader sollten die Offensive unterstützen. Daß es sich um keinen Schubladenentwurf handelte, geht daraus hervor, daß das Dokument dem Obersten Sowjet zur Genehmigung vorgelegt wurde.

Zu Jahresende 1940 trat dann ein Ereignis ein, das der sowjetischen Führung einen erheblichen Vorsprung in der Herstellung der Kampfbereitschaft gewährte: Stalin erhielt durch Verrat von der Weisung Nr. 21 – „Fall Barbarossa“ – Kenntnis, die von der Wehrmacht forderte, bis Mitte Mai ihre Vorbereitungen zum Angriff abzuschließen. Im Laufe des Frühjahrs erhielt er außerdem 84 Warnungen vor einer deutschen Offensive. Damit ist auch die Behauptung, daß die Sowjetunion von den Deutschen überfallen worden wäre, widerlegt: weder waren Stalin und Schukow ahnungslos, noch war die Rote Armee unvorbereitet.

Schukow nannte 12. Juni 1941 als Angriffstermin

Nachdem der sowjetische Generalstab im Januar 1941 in mehreren Kriegsspielen erkannt hatte, daß die spätere „Südwestfront“ die Hauptlast des Angriffs zu tragen hätte, ging der neuernannte Generalstabchef Georgi Schukow mit Elan an die Vorbereitungen. Für die Ausarbeitung des strategischen Aufmarsches wurde Generalmajor Wassilewski namhaft gemacht, der im Sinne Schukows am 11. März einen verbesserten Operationsplan vorlegte und zugleich den 12. Juni 1941 als Angriffstermin festlegte.

Allein dieses Datum entlarvt die sowjetischen Absichten. Schukow und Wassilewski gingen noch weiter und schufen einen Aufmarsch- und Angriffsplan mit einem noch massiveren Schwerpunkt im Südwesten, der am 15. Mai Stalin zur Begutachtung vorlag. In diesem mehrfach veröffentlichten Dokument wurde Stalin ausdrücklich um Genehmigung gebeten, die dieser auch erteilte. Hätte Stalin die Unterschrift verweigert, hätten es Schukow und seine Mitarbeiter niemals gewagt, einen derart riesenhaften Aufmarsch durchzuführen. Eine Eigenmächtigkeit derartigen Ausmaßes hätte unweigerlich den Zorn Stalins mit allen Konsequenzen nach sich gezogen.

Der Plan selbst sah zunächst eine Einkesselung aller deutschen Kräfte im Raum Warschau–Radom–Lublin unter Mitwirkung von Teilen der Westfront vor. Dann wollte man in einem gewaltigen Schwenk nach Norden bis an die Ostsee vorstoßen und die restlichen Kräfte in Ostpreußen abschneiden und vernichten. Es handelte sich um eine klassische Umfassungsoperation, die jedem Generalstab Ehre gemacht hätte. Der Hauptstoß sollte von 8 Armeen und insgesamt 122 Divisionen, darunter 28 Panzerdivisionen, aus dem Großraum Lemberg geführt werden.

Getarnte Mobilmachung der Roten Armee

Man bedenke, daß eine Panzerdivision nach Plan 375 Panzer stark sein sollte, so daß bei Vollzähligkeit 10.500 Panzer allein im Großraum Lemberg zum Einsatz gekommen wären, darunter die neuesten T-34, die sogar dem schwersten deutschen Panzer überlegen waren. Tatsächlich verfügten die spätere Südwest- und Südfront am 22. Juni über „nur“ 5.500 Panzer, was noch immer eine neunfache Überlegenheit bedeutete. Es war auch vorgesehen, die Offensive mit 6.600 Frontflugzeugen zu unterstützen, doch sei vorweggenommen, daß der tatsächliche Aufmarsch der Fliegerkräfte unter Einschluß der Fernbomber sogar fast 8.500 Flugzeuge umfaßte. Obwohl bis Kriegsbeginn noch 614 Flugplätze in den Westgebieten errichtet wurden, reichten diese nicht, um den Zustrom an Frontflugzeugen aufzunehmen.

In den nächsten Tagen gingen Schukow und seine Offiziere mit Hochdruck an die Durchführung. Die grenznahen Militärbezirke Nordwest, West, Kiew und Odessa erhielten ausführliche Aufmarschanweisungen, die genau die Stellungsräume der Divisionen, Korps und Armeen bestimmten. Zwar galt für die Zeit des Aufmarsches, sich auf die Defensive zu konzentrieren, doch betonten die Weisungen ausdrücklich, bereit zu sein, um Angriffsschläge zu führen und die Kampfhandlungen auf dem Gebiet des Gegners auszutragen. Die zahlreichen frontnahen Depots waren so überfüllt, daß man große Munitionsmengen unter freiem Himmel stapelte.

Schukow veranlaßte außerdem eine getarnte Mobilmachung, die die Rote Armee bis zum 22. Juni auf 5,4 Millionen brachte, wogegen die Deutschen etwas mehr als 3 Millionen aufboten. Überdies war der neue Mobilmachungsplan in Kraft, der der Roten Armee eine Stärke von 8,9 Millionen Mann und 37.000 Panzern verleihen sollte. Wie gut diese Mobilmachung funktionierte, geht allein daraus hervor, daß die Führung der Roten Armee unmittelbar nach dem 22. Juni schlagartig mit Neuaufstellungen reagierte. So wurden allein im Juli zehn und im August weitere fünfzehn Armeen gebildet, wozu man 109 neue Schützendivisionen heranzog.

Sowjets hatten die doppelte Anzahl an Divisionen

Während die Deutschen am 22. Juni nur 126 Divisionen – ohne Reserven – aufboten, verfügte Schukow über das Doppelte. Tatsächlich handelte es sich um einen Wettlauf, denn Schukow hatte laufend Kenntnis über den Gegner, rechnete mit dem Angriff, glaubte aber, ihm zuvorkommen zu können. Noch am 13. Juni korrigierte General Watutin, Schukows Stellvertreter, den Aufmarschplan, wobei er zusätzliche Reserven aufbot. Die riesigen Truppenbewegungen bewirkten jedoch zahlreiche Pannen, so daß der Aufmarsch erst zwischen dem 15. und 20. Juli sein Ende gefunden hätte.

Schukow räumte nachträglich ein, vom deutschen Angriff strategisch nicht überrascht worden zu sein, allerdings von der Wucht der taktischen Durchbrüche. Es ist daher unlogisch zu behaupten, Stalin habe den Krieg, den er ohnedies für unvermeidlich hielt, erst für 1942 erwartet; hätte nämlich die Rote Armee nach dem Ende ihres gigantischen Aufmarsches verharrt, hätte dies die Deutschen erst recht zum Präventivschlag provoziert. So war es die Wehrmacht, die den Angriff als erste eröffnete und dem Gegner, der keinerlei Vorbereitungen zur Abwehr getroffen hatte, zuvorkam.

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Dr. Heinz Magenheimer ist Militärhistoriker und lehrte an der Landesverteidigungsakademie Wien und an der Universität Salzburg

Quelle:
http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M558c1769c1f.0.html
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